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Wegen Covid: Familiäres Kriegshelden-Gedenken mit Royals

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Wegen Covid: Familiäres Kriegshelden-Gedenken mit Royals
Copyright  Peter Nicholls/AP
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Mit einer intimen Zeremonie haben britische Royals, hochrangige Politiker und Veteranen in London der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Wegen der Corona-Pandemie war der feierliche Rahmen erheblich kleiner als üblich – ohne Publikum. Normalerweise kommen Tausende, auch Veteranen. Aber eine ganze Gruppe von Royals war zu sehen, zum ersten Mal seit Monaten.

ELIZABETH II

Von einem nahen Balkon aus beobachtete die 94 Jahre alte Königin Elizabeth II - mit Brille und ganz in Schwarz gekleidet - wie ihr Sohn Prinz Charles (71) als erster einen Kranz aus roten Klatschmohnblüten an dem als «Cenotaph» bekannten Denkmal im Regierungsviertel niederlegte.

Premierminister Boris Johnson und Oppositionsführer Keir Starmer waren gekommen, auch die ehemaligen Premierminister David Cameron, Tony Blair and John Major.

Die Royals – darunter Prinz William und seine Frau Kate (beide 38), Herzogin Camilla (73), Prinzessin Anne (70) - und weitere geladene Gäste trugen keine Corona-Masken. Die Veranstaltung fand im Freien statt und die Menschen hielten Abstand, so eine Palastsprecherin.

KEIN KRANZ VOR PRINZ HARRY

Prinz Harry, der im März von seinen königlichen Pflichten zurückgetreten war, wurde nach Medienberichten ("The Sunday Times") die Erlaubnis verweigert, in seinem Namen einen Kranz niederlegen zu lassen, was Medien als Zeichen einer wachsenden Kluft zwischen ihm und der königlichen Familie werten.

Die persönliche Anfrage an den Buckingham Palace wurde demnach von Hofbeamten mit der Begründung abgelehnt, dass er die Monarchie nicht mehr vertrete. Die Königin sei nicht im Bilde gewesen. Harry hatte 2009 mit 25 Jahren zum ersten Mal einen Kranz am Cenotaph niedergelegt.

Harry ist selbst Veteran, er war bis 2015 zehn Jahre lang in der Armee: Von Mitte Dezember 2007 bis Ende Februar 2008 war er im Rahmen des ISAF-Einsatzes in der Provinz Helmand im Süden Afghanistans stationiert und nahm dort wie andere Offiziere an Fronteinsätzen teil. Er ist Hubschrauberpilot und wurde 2011 zum Captain befördert.

Prinz Harry beteiligte sich im Dezember 2013 – gemeinsam mit verwundeten Soldaten – an einem 335 Kilometer langen Marsch zum Südpol, zu Gunsten der Hilfsorganisation „Walking With The Wounded“, später organisierte er Militärzeremonien in London.

ANDREW

Royal Prinz Andrew fehlte; er hatte wegen Missbrauchsvorwürfen seine royalen Pflichten aufgegeben.

su mit dpa