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"Die Einschusslöcher spüren" - Privates Panzer-Museum zum Anfasssen

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Museumsgründer Aleksandr Frolov vor einem seiner Ausstellungsstücke
Museumsgründer Aleksandr Frolov vor einem seiner Ausstellungsstücke   -   Copyright  AP
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Aus der Drohnenperspektive sind die Weltkriegszeugnisse nicht auf den ersten Blick erkennbar. Etwas versteckt im Niemandsland zauf halber Fahrtstrecke wischen Moskau und der Ukraine liegt in Podmaslovo das erste und wohl auch einzige private Panzermuseum Russlands.

Vor fünf Jahren waren die fünf Exponate noch Bestandteile eines gewaltigen Schrotthaufens auf dem Landsitz des ehemaligen Soldaten Aleksandr Frolov: "Ich bin ein Panzer-Mann und Panzer-Ingenieur. ich weiß, wie und warum Dinge funktionieren. Ich versammelte ein Team von vier Anwohnern um mich und habe sie angelernt. Nach fünf Jahren waren wir alle Profis für Frontwaffen."

"Schrecklicher und blutiger Krieg"

Doch in Podmaslovo können nicht nur die insgesamt fünf restaurierten Panzer vom Typ SU-100, T-70 oder T-34 bestaunt werden. Auch 300 andere Militaria wurden von Frolov und seinen Mitstreitern aufbereitet: "Hier können die Leute den Krieg im Wortsinn anfassen. Mit den Händen die Einschusslöcher spüren, die zerbrochenen Helme, die Geschütztürme. Nur hier kann man nachfühlen, welche Art von Krieg das war, wie schrecklich und blutig der Krieg war."

Alle Fundstücke stammen von Ausgrabungen im Gebiet zwischen Podmaslovo und Brest in Belarus. Frolov verleiht seine Exponate auch, wenn ein sachgerechter Transport garantiert wird. Sein Motiv: Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auch für kommende Generationen zu erhalten.