Massenproteste und Dutzende Festnahmen in Eriwan

Eine junge Armenierin protestiert wütend gegen ihre Festnahme auf dem Platz der Freiheit in Eriwan
Eine junge Armenierin protestiert wütend gegen ihre Festnahme auf dem Platz der Freiheit in Eriwan Copyright Dmitri Lovetsky/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Dmitri Lovetsky/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Von Euronews mit dpa, AP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Auf dem Platz der Freiheit demonstrierten Tausende Menschen gegen das Abkommen zwischen Armenien, Aserbaidschan und Russland. Sie forderten auch den Rücktritt des Regierungschefs Nikol Paschinjan. Der rechtfertigte die Unterzeichnung des Abkommens.

WERBUNG

Tausende Menschen haben in der armenischen Hauptstadt Eriwan gegen das Abkommen zur Beeendigung des Konflikts in Bergkarabach protestiert.

Viele von ihnen forderten den Rücktritt des armenischen Regierungschefs Nikol Paschinjan.

Berichten zufolge gab es auf dem Platz der Freiheit Dutzende Festnahmen von Demonstranten. Kundgebungen sind in Armenien wegen des geltenden Kriegsrechts und der Pandemie nicht erlaubt.

Durch die Unterzeichnung des Abkommens seien viele Menschenleben gerettet worden, sagte Paschinjan. Und weiter: "Wenn die Feindseligkeiten weitergegangen wären, hätte eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit bestanden, dass Stepanakert, Martuni, Askeran eingenommen worden wären. Dann würden unser zweites, drittes, viertes, fünftes, sechstes Verteidigungsgebiet und Tausende Soldaten unter einer Blockade stehen."

Das Karabach-Abkommen beinhaltet die Rückgabe von Gebieten, die bisher unter armenischer Kontrolle standen, an Aserbaidschan. Darunter sind auch wichtige Verbindungen zweischen Armenien und der Hauptstadt Stepanakert.

Ein zentraler Punkt der Übereinkunft ist die Stationierung von knapp 2.000 russischen Soldaten, die die Waffenruhe überwachen sollen.Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, Hunderte Kräfte hätten in Bergkarabach bereits mit schwerer Militärtechnik Stellung bezogen. Die Verlegung der Truppen dauere an.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Waffenruhe in Bergkarabach: Moskau entsendet 1960 Friedenssoldaten

Immer wieder Gewalt: Trauriges Schicksal der Menschen in Berg-Karabach

Schweigen jetzt die Waffen in Berg-Karabach?