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"Lasst uns beten" - Katholiken demonstrieren für Gottesdienste

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Ein Katholik hat sich zum Gebet vor einer Kirche in Frankreich niedergelassen, um gegen das derzeitige Verbot von Gottesdiensten zu protestieren
Ein Katholik hat sich zum Gebet vor einer Kirche in Frankreich niedergelassen, um gegen das derzeitige Verbot von Gottesdiensten zu protestieren   -   Copyright  SEBASTIEN SALOM-GOMIS/AFP or licensors
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"Lasst uns beten" und "Wir sagen ja zur Messe", hieß es auf Transparenten. In mehreren französischen Städten haben Katholiken am Sonntag für die Wiederzulassung von Gottesdiensten während des teilweisen Lockdowns demonstriert.

Eine geplante Demonstration vor der Saint-Sulpice-Kirche in Paris wurde wegen mehrerer Verstöße gegen die Abstands- und Hygieneregeln am vergangenen Freitag nicht genehmigt.

Messen und andere religiöse Veranstaltungen sind noch bis Ende des Monats verboten. Eine Verlängerung der Maßnahme ist nicht ausgeschlossen. Gotteshäuser in Frankreich bleiben aber für Einzelpersonen, die beten wollen, geöffnet.

Katholik Emmanuel sagte bei der Demonstration in Bordeaux: "Wir sind in einer Republik, und das Fundament der Republik ist auch der Respekt vor den Kulten eines jeden Menschen. Das ist grundlegend; wir sind nicht im Antiklerikalismus, wir haben Respekt vor den Kulten, und wir verlangen nichts anderes, als dass wir samstags einkaufen und sonntags zur Messe gehen können."

Eine andere Katholikin klagte bei der Demo in Bordeaux: "Ich vermisse die Kirche. Sie ist ein Teil von uns, mit einem besonderen Geist und einer besonderen Seele. Es fehlt etwas."

Im Norden von London löste die Polizei eine Versammlung in der Angel church teilweise auf. Zu einer Taufzeremonie hatten sich dort rund 30 Menschen versammelt. Die Hälfte von ihnen musste das Gotteshaus verlassen und draußen improvisieren.