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Auch für Schulen: Günstiges Lüftungssystem aus Baumarkt gegen Corona

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Auch für Schulen: Günstiges Lüftungssystem aus Baumarkt gegen Corona
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An einer Gesamtschule in Mainz geht man einen eigene Wege im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Ein Wissenschaftler, der Ehemann einer Lehrerin an der Schule, hat ein spezielles Lüftungssystem entwickelt - mit Sachen aus dem Baumarkt.

"Die warme Luft vom Schüler steigt nach oben, nimmt die Aerosole mit. Die Aerosole werden durch die Dunstabzugshaube aufgenommen, dann in dem großen Rohr gesammelt und dann mit dem Ventilator nach außen verfrachtet", sagt der Entwickler Frank Helleis, der eigentlich am Mainzer Max-Planck-Institut arbeitet.

Aerosole sind kleine Lufttröpfchen und sie gelten als zentraler Überträger des Corona-Virus. Bisher hies es an der Schule deshalb: Fenster auf. "Es ist auch nicht so kalt hier in dem Raum. Weil nicht so viel die Fenster offen stehen und deshalb ist es angenehmer hier zu sein als in anderen Räumen", sagt die Schülerin Sophia Wetting.

Die Schule ist im Kontakt mit dem rheinland-pfälzischen Kultusministerium. Das Pilotsystem könnte möglicherweise auch anderswo zum Einsatz kommen.

"Die Stimmung in deutschen Schulen wird schon immer unsicherer. Die Fallzahlen steigen und das ist natürlich auch bei uns an den Schulen so. Von daher wären wir froh wenn wir sehr bald solche Lüftungsanlagen überall hätten dann könnten wir natürlich auch wesentlich entspannter weiter unterrichten", sagt Schulleiter Roland Wollowski

Der Entwickler des Lüftungssystems hat die Bauanleitung ins Internet gestellt, damit möglichst viele Schulen von den Erfahrungen in Mainz profitieren können.