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RKI besorgt über Covid-19: Neuer Höchststand in Deutschland

RKI-Brefing zur Corona-Lage in Deutschland
RKI-Brefing zur Corona-Lage in Deutschland   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Die Corona-Situation in Deutschland hat sich verschlechtert, so jedenfalls sieht es das Robert-Koch-Institut (RKI), das am Morgen sein wöchentliches Briefing abhielt. Die Zahl der Neuinfektionen hatte sich zunächst "auf einem hohen Niveau" stabilisiert, inzwischen sei jedoch eine Verschlechterung festzustellen. Noch immer infizierten sich zu viele Menschen mit dem neuen Coronavirus.

Das Infektionsgeschehen könnte schnell kippen, das Niveau der Neuinfektionen sei "äußert fragil". Es sei jederzeit möglich, dass die Fallzahlen wieder ins exponentielle Wachstum kämen, "das müssen wir verhindern", so RKI-Chef Lothar Wieler. Ein Grund liegt darin, dass die Kontakte noch nicht ausreichend reduziert worden seien.

Er appellierte erneut daran, die AHAL-Regeln (Abstand, Hygieneregeln, Alltagsmaske, Lüften) einzuhalten, um Ansteckungen zu verhindern. Alle sollten Kontakte auf das "zwingend Notwendige" reduziert werden, so Wieler. Um Freunde und Familie zu schützen, sollte man auf Treffen verzichten. Die Trendwende sei nur gemeinsam schaffbar.

Auch in Alten-und Pflegeheimen gibt es wieder mehr Ansteckungen, zunehmend sind Risikogruppen von dem Virus betroffen. In vielen Regionen hätte die Krankenhäuser und Gesundheitsämter ihre Belastungsgrenze erreicht. Mehr als 13 000 der insgesamt 20 372 Toten nach Corona-Infektionen in Deutschland seien 80 Jahre und älter.

Regional gebe es in Deutschland große Unterschiede. In manchen Gebiete gelinge es besser, Infektionen zu verhindern. "Das zeigt, dass Infektionsschutzmaßnamen wirken, wenn sie effektiv umgesetzt werden", sagte Wieler. Die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth, ergänzte, besonders besorgniserregend sei die Lage in Thüringen und Sachsen.

Dem RKI wurden 23.679 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet, ein neuer Höchststand, der den bisherigen Rekord vom 20.November (23.648 Fälle) überstieg. Seit dem 4. Dezember sei ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen zu beobachten, wie das RKI in seinem Lagebericht am Mittwoch schrieb.