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Corona in Europa: Dänemark dicht - 698 weitere Todesfälle in Deutschland

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Berlin im Lockdown
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Dänemark geht in schärferen Lockdown

Kurz vor Weihnachten geht nun auch Dänemark in einen schärferen Lockdown. Ab sofort sind die großen Einkaufszentren zu.

Andere Geschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden oder Apotheken, müssen ab dem 25. Dezember schließen. Und kommenden Montag werden alle Schulkinder nach Hause geschickt, wenn sie nicht schon dort sind.

Fast 700 weitere Corona-Tote in Deutschland

In Deutschland sind derweil fast 700 weitere Menschen binnen 24 Stunden an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das gab das RKI bekannt. Außerdem kamen 26.923 Neuinfektionen dazu, damit gibt es jetzt 1.406.161 registrierte Coronafälle in Deutschland. Seit gestern gilt ein harter Lockdown, fast alle Geschäfte sind zu.

Wird Lockdown scheitern?

Derweil rechnet der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, damit, dass der Lockdown scheitern wird. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er, er gehe nicht davon aus, "dass wir bis zum 10. Januar eine relevante Absenkung der Infektionsraten und schon gar nicht der Todesfälle erreichen werden". Daran werde auch eine Verlängerung des Lockdowns nichts ändern. "Ein Lockdown, egal wie hart, ist keine geeignete langfristige Strategie in der Pandemiebekämpfung."

Stattdessen sollte mehr für den Schutz der Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen getan werden.

Der Virologe Christian Drosten kritisierte Gassen auf Twitter.

Keine Rücksicht auf Impfverweigerer

Zudem sollte bei einer künftigen Lockerung der Corona-Maßnahmen auf Impfverweigerer keine Rücksicht zu nehmen. „Wer sich bei breiter Verfügbarkeit eines Impfstoffes nicht impfen lassen will, muss dann auch mit dem Risiko leben, an Covid-19 zu erkranken oder gar daran zu sterben“, sagte Gassen.

Es könne nicht sein, „dass der Rest der Gesellschaft dauerhaft auf Impfverweigerer Rücksicht nehmen muss“, betonte der KBV-Vorsitzende. Deshalb sollten nach seiner Ansicht die Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben werden, nachdem alle impfbereiten Menschen eine Impfung erhalten haben: „Wenn jeder, der es möchte, eine Impfung bekommt, können wir auch die Beschränkungen aufheben.“

WHO ruft zu vorsichtiger Weihnacht auf

Viele Experten rechnen indes in vielen Ländern Europas mit einem Anstieg der Infektionen über die Ferientage. Die Weltgesundheitsorganisation ruft alle dazu auf, bei Familientreffen an Weihnachten und Neujahr Masken zu tragen und Abstand zu halten. Außerdem solle man möglichst im Freien zusammenkommen, und wenn drinnen, dann nur in kleinen Gruppen.

Eine kleinere Weihnacht ist eine sicherere Weihnacht, und eine kürzere Weihnacht ist eine sicherere Weihnacht.
Boris Johnson
Britischer Premier

Boris Johnson: Weihnachten "kurz und klein" halten

Großbritannien will die Corona-Maßnahmen über die Festtage ein wenig lockern und ruft die Menschen zur Vorsicht auf. Regierungschef Boris Johnson setzt dabei mehr auf Eigenverantwortung als auf Vorschriften durch die Regierung.

Johnson sagte: "In ganz Großbritannien und auf jeder Regierungsebene rufen wir Sie dazu auf, sehr gut und genau über die kommenden Tage nachzudenken, ob Sie mehr tun können, um sich und andere zu schützen. Wir belassen die Regeln, wie sie sind, aber wir senden die gleiche Botschaft aus: Eine kleinere Weihnacht ist eine sicherere Weihnacht, und eine kürzere Weihnacht ist eine sicherere Weihnacht."

Italien und Spanien erwägen härtere Maßnahmen

Italien und Spanien erwägen strengere Maßnahmen für Weihnachten. Eine Studie fand heraus, dass Mitte November zehn Prozent der Spanier infiziert waren - 18 Prozent in Madrid.

Und in der Slowakei wird der für kommende Woche geplante Lockdown schon diesen Samstag beginnen. Weihnachtseinkäufe sind also nur noch bis morgen möglich.

Aktuelle Zahlen der Johns Hopkins University

Aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts