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Ukraine: Warten auf den Impfstoff

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Ukraine: Warten auf den Impfstoff
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Auch die Ukraine leidet mit mehr als 21.000 Toten auf 40 Millionen EinwohnerInnen unter der Corona-Pandemie, doch im Gegensatz zu den Nachbarländern wird hier bisher nicht geimpft. Die Regierung beteuert, Mitte Februar könnten die ersten Spritzen gesetzt werden, doch Ärztinnen und Pfleger sind skeptisch, denn bisher gibt es kein konkretes Lieferdatum.

Das Personal im 17. Kiewer Krankenhaus stehe unter Dauerstress, so der Vitali Sokolow, Spezialist für Lungenerkrankungen: "Wir hoffen sehr, dass die Pandemie durch Impfungen beendet werden kann und die Ärzte, die normalerweise in anderen Fachrichtungen arbeiten und sich jetzt um Covid-19-Patienten kümmern müssen, dann wieder in ihre Fachrichtungen zurück können, in denen sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben."

Zusagen über Impfdosen reichen bei Weitem nicht

Die ukrainische Regierung appellierte an die EU, sie beim Kauf von Impfstoffen zu unterstützen. Leider würden die Dosen zuerst an die reichen Länder gehen, so Präsident Wolodimir Selenski im Dezember. Die Regierung verhandele quasi wöchentlich mit dem Unternehmen über all die Impfstoffe, die auch von der EU gekauft wurden, so die Ministerin für die europäische Integration.

Oppositionsabgeordnete sehen Versäumnisse der Regierung als Grund für die bisher ausbleibenden Impfungen.

Die Ukraine soll acht Millionen Impfdosen im Zuge der internationalen Impfinitiative Covax und zudem mindestens zwei Millionen Dosen des chinesischen Vakzins CoronaVac bekommen. Für die 40 Millionen EinwohnerInnen bräuchte sie deutlich mehr. Den Einsatz des russischen Impfstoffs schließt die Regierung jedoch aus politischen Gründen aus.