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Windkraft für 10 Millionen Haushalte: Dänemark will Energieinsel in der Nordsee anlegen

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Windkraftanlagen vor der dänischen Küste
Windkraftanlagen vor der dänischen Küste   -   Copyright  SOEREN BIDSTRUP/AFP
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Windkraftanlagen sind vor den Küsten Dänemarks bereits weit verbreitet. Jetzt plant das Land den nächsten Schritt und will in der Nordsee eine künstliche Energieinsel anlegen.

Diese soll rund 80 Kilometer vom Festland entfernt liegen und den Strom speichern, den die Windräder erzeugen. Das Vorhaben findet in Dänemark parteiübergreifend Zustimmung, die Insel soll spätestens im Jahr 2033 vollständig betriebsbereit sein.

Strom für 10 Millionen Haushalte

Dan Jørgensen, der dänischer Minister für Klimafragen, Energie und Versorgung, sagt: „Mit 10 Gigawatt, was der Zukunftsplan für diese Insel ist, wird dort genug Energie für 10 Millionen Haushalte erzeugt. Und es gibt nur knapp sechs Millionen Menschen in Dänemark, also wollen wir natürlich auch zur Entwicklung einer grünen Strategie für ganz Europa beitragen."

Die Kosten werden mit umgerechnet rund 28 Milliarden Euro angegeben. Das entspricht fünfmal der Summe, die für den Bau der Brücke zwischen den Insel Fünen und Seeland aufgebracht werden musste.

Die Pläne für die künstliche Energieinsel sehen auch vor, die Aufnahme- und Speicherkapazität später zu erhöhen. Derzeit wird von 200 Windkraftanlagen ausgegangen, eines Tages sollen es bis zu 650 sein.

Es ist nicht das einzige milliardenschwere Bauvorhaben Dänemarks. Auch der Tunnel zwischen Lolland und der deutschen Insel Fehmarn soll kommen.

2008 hatten Dänemark und Deutschland in Sachen Fehmarnbelttunnel einen Staatsvertrag geschlossen.