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Teilerfolg in Teheran? IAEA kann Atomkontrollen fortsetzen, aber...

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Teilerfolg in Teheran? IAEA kann Atomkontrollen fortsetzen, aber...
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Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA kann die Kontrollen des iranischen Atomprogramms für vorerst drei Monate fortsetzen.

Das gab Behörden-Chef Rafael Grossi nach seinem Besuch in Teheran bekannt. Dort traf sich Grossi mit dem iranischen Atomchef Ali Akbar Salehi und erklärte später, man habe ein vernünftiges Ergebnis erzielt. Die Inspekteure hätten allerdings nicht den gleichen Zugang wie vorher.

Hintergrund der Mission war die iranische Ankündigung, Inspektionen von Atomanlagen durch Grossis Behörde einzuschränken.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif stellte vor Grossis Besuch in einem TV-Interview klar. die Kameras der IAEA an den Anlagen würden trotz dessen Besuchs abgeschaltet, um ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz zu respektieren.

Mohammed Dschawad Sarif sagte in dem Inter´view: "Dies ist keine Fristsetzung für die Welt, und kein Ultimatum. Dies ist eine interne nationale Angelegenheit zwischen dem Parlament und der Regierung."

US-Bereitschaft für Wiedereintritt

Die US-Regierung war 2018 aus dem Wiener Atomabkommen einseitig ausgestiegen und hatte drastische Sanktionen gegen Teheran verhängt.

In der Folge gab es iranische Verstöße gegen das Abkommen, darunter eine höhere Urananreicherung als vereinbart und die Produktion von Uranmetall.

Die Regierung in Teheran drohte auch mit weiteren Provokationen, um ihren Einfluss zu erhöhen und US-Präsident Joe Biden dazu zu bringen, einer Rückkehr zum Abkommen Priorität einzuräumen. Biden hat gesagt, dass die USA an einem Wiedereintritt in das Abkommen interessiert sind.

Das übergeordnete Ziel des Abkommens ist, den Iran an der Entwicklung einer Atombombe zu hindern, was Teheran nach eigenen Angaben nicht will.