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Mit dem Motorrad durch Angola

Von Damon Embling  & Serge Rombi, Sabine Sans
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Mit dem Motorrad durch Angola
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In "Voices of Angola" gehen wir dieses Mal auf Abenteuertour mit einer Gruppe leidenschaftlicher Rocker, die ihr großartiges Land lieben.

Spannender Roadtrip mit Rockern

Euronews war mit der Rockergruppe "Amigos da Picada" in Angola unterwegs. Kommen Sie mit auf einen einzigartigen Ausflug mit einer Gruppe, für die das Motorradfahren Ausdruck ihres Lebensstils ist.

Die "Amigos da Picada" sind Motorradliebhaber: Ihre Liebe für die Straße ist so groß wie ihr Zusammenhalt:

"Wir sind eine richtige Familie, alle für einen, einer für alle... Zusammenhalt und Freundschaft. Heute treffen wir uns alle", erklärt "Amigos da Pica"-Mitglied Zacarias Fernandes Neto.

Amigos da Picada bedeutet "Freunde der Schotterpiste". Der Name erinnert an den Zustand einiger Straßen auf der ersten Fahrt der Gruppe 2006 ins benachbarte Namibia.

Die Aufnahmebedingungen sind streng, erklärt Rocker-Club Präsident Lilio Almeida: _"Wer bei uns Mitglied werden will, muss sehr diszipliniert sein und sich dem Rocker-Spirit und dem sozialen Engagement verschrieben haben. Solche Mitglieder wollen wir für unser Team."
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Freiheit der Straße und Sozialbewusstsein

Die über 260 aktiven Mitglieder des Rockerclubs genießen Landschaften in ganz Angola und Afrika. Der Ausflug mit euronews startet von Luanda südwärts durch den Quicama-Nationalpark. Dann geht es Richtung Norden weiter bis zur bei Touristen beliebten Mubanga Lodge von Cabiri.

Neben dem Fahrspaß ist soziale Verantwortung wichtig, so Zacarias Fernandes Neto: "Bevor man dem Club beitritt, betrachtet man die Straße mit anderen Augen. Aber als Clubmitglied verändert sich etwas." Der Clubpräsident erzählt: "Wir wollen den Tourismus in Angola fördern. Und wir sind sozial engagiert mit Kirchen, mit Krankenhäusern."

Die nächste Etappe ihrer Reise führt sie in eine Gegend, die sprichwörtlich nicht von dieser Welt ist: "Wir sind etwa 55 Kilometer von Luanda entfernt, an der Südküste, auf dem Weg nach Barra do Kwanza, an einem Ort, der "Aussichtspunkt des Mondes" genannt wird. Der Sonnenuntergang ab 18Uhr30, 19 Uhr ist spektakulär", so Jorge Custodio de Almeida, Präsident der Generalversammlung, "Amigos da Picada".

Die Rocker fahren Richtung Osten durch den Quicama-Nationalpark. Nächste Station ist Muxima, was in der Kimbundu-Sprache "Herz" bedeutet. Für die Gruppe hat der Ort eine ganz besondere Bedeutung:

"Muxima ist ein sehr schöner Ort, ein heiliger Ort. Wir kommen jedes Jahr hierher, um den Segen für die Eröffnung des Motorradjahres zu bekommen, nach unserem Kalender", erklärt Zacarias Fernandes Neto.

Die Rocker lassen Muxima hinter sich und fahren auf ihr Tagesziel zu: Eine Nacht in der Mubanga Lodge in Cabiri wartet auf sie. Lilio Almeida:

"Wir haben sehr gute Kontakte zu Rockern auf der ganzen Welt, viele sind Abenteurer, die Afrika kennenlernen wollen. Wir heißen internationale Motorradfahrer, die Angola entdecken wollen, willkommen. Im Moment gibt es mehr als 20 Biker-Gruppen im ganzen Land. Wir sind ein großer Club, wir sind eine große Familie."