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Im Südosten Australiens drohen Hochwassergefahr und Spinnenplage

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Nach dem Hochwasser kommt die Spinnenplage
Nach dem Hochwasser kommt die Spinnenplage   -   Copyright  Lukas Coch/AP
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Aus der Luft machte sich Premierminister Scott Morrison ein Bild vom Ausmaß der Schäden nach den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten im Südosten Australiens.

Mindestens ein Mensch kam bislang ums Leben gekommen, der Mann wurde im Nordwesten von Sydney in seinem Auto von den Fluten erfasst.

Tagelanger Starkregen hatte in den vergangenen Tagen zur Evakuierung ganzer Ortschaften geführt. Häuser, Straßen und Felder versanken in den Fluten, viele Australier haben all ihren Besitz verloren.

Keine Entwarnung

Trotz Wetterbesserung und blauem Himmel in Teilen der Region New South Wales geben die Behörden noch keine Entwarnung. Die Hochwassergefahr bleibe bestehen, warnte so die Premierministerin des Bundesstaates Gladys Berejiklian.

Die Pegelstände vieler Flüsse stiegen weiter an, und für weite Gebiete seien noch Evakuierungsanordnungen möglich, die viele Tausend Menschen betreffen könnten. Ein solches Hochwasser habe man seit 50 Jahren und in manchen Teilen seit 100 Jahren nicht erlebt.

"Ich habe Glück gehabt"

Der Meteorologiebehörde zufolge ist der Höchststand des Wassers in einigen Gemeinden noch nicht erreicht. In anderen beginnen bereits die Aufräumarbeiten. Rund 1.000 Verteidigungskräfte wurde zur Unterstützung angefordert. "Ich habe Glück gehabt", sagt ein Mann. "Die Leute um uns herum hatten nicht so viel Glück, bei den Häusern in der Straße nebenan sind unteren Stockwerke überflutet, unsere Nachbarn habe ihre Vorgärten verloren."

Vorsicht vor der Sydney-Trichternetzspinne

Derweil warnen Behörden vor einer ganz anderen Gefahr: Giftige Spinnen, die vor den Fluten geflüchtet sind und nun en masse in Häusern und Gärten Zuflucht suchen.

Videos von der Spinnenplage geistern durch die sozialen Medien und versetzten Arachnophobiker in Angst und Schrecken.

Besonders die Sydney-Trichternetzspinne ist wegen ihres hochgefärlichen und schnell wirkenden Giftes gefürchtet. Menschen, die sich das zutrauten wurden aufgefordert, die Spinnen einzufangen und bei ausgewiesenen Sammelstellen abzugeben.