Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Suezkanal ist frei gelegt: Schiffsverkehr wird wieder aufgenommen

euronews_icons_loading
Suezkanal ist frei gelegt: Schiffsverkehr wird wieder aufgenommen
Copyright  Suez Canal Authority via AP
Schriftgrösse Aa Aa

Nach fast einer Woche Ziehen, Schieben und Baggern im Suezkanal ist das riesige Containerschiff «Ever Given» wieder vollständig freigelegt worden. Der Schiffsverkehr im Suez-Kanal wurde nach der tagelangen Blockade durch das am Dienstag auf Grund gelaufene Containerschiff wieder aufgenommen. Das teilte die Kanalbehörde mit.

Für die Freilegung des Frachters wurden demnach rund 30 000 Kubikmeter Sand weggebagger, so das Bergungsunternehmen Boskalis am Montag mit. Die niederländische Firma hatte Ägypten bei der Bergung unterstützt. Auch der Kanaldienstanbieter Leth Agencies berichtete von der erfolgreichen Bergung.

Hilfs- und Bergungsteams hatten mit Schleppern und Baggern über Tage versucht, das Schiff eines japanischen Eigentümers zu befreien, das am Dienstag auf Grund gelaufen war. Das 400 Meter lange Schiff war am frühen Morgen um 4.30 Uhr Ortszeit "in schwimmenden Zustand" gebracht worden, so der Dienstleister Inchcape Shipping mit.

Der Kanaldienstanbieter Leth Agencies erklärte dagegen, das Schiff sei nur teils freigelegt worden und der Bug liege noch auf Grund. Die Aussichten auf eine vollständige Freilegung seien "vielversprechend", schrieb Leth Agencies. Die Kanalbehörde teilte mit, die "Ever Given" sei zu 80 Prozent bewegt worden. Das Heck befinde sich etwa 100 Meter vom Ufer entfernt. Danach hatten zehn Schlepper aus vier Richtungen seit dem Morgengrauen versucht, das gewaltige Schiff zu bewegen.

Trotz der Fortschritte könne es noch sechs Tage oder länger dauern, bis die gesamte Warteschlange abgelaufen ist, hieß es von der dänischen Reederei Maersk. Der Kanalbehörde zufolge warteten zuletzt rund 370 Schiffe auf beiden Seiten des Kanals auf Durchfahrt. Der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtete am Montag von 450 Schiffen im Stau. Mehrere Reedereien hatten bereits begonnen, ihre Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung in Afrika zu schicken.