Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Parlamentswahl in Bulgarien - gute Chancen für Boiko Borissow

euronews_icons_loading
Parlamentswahl in Bulgarien - gute Chancen für Boiko Borissow
Copyright  AFP
Schriftgrösse Aa Aa

In Bulgarien ist am Sonntag die Parlamentswahl angelaufen. Insgesamt 6,7 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, 240 Abgeordnete für die Volksversammlung in Sofia zu wählen. Angetreten sind knapp 7000 Kandidaten. Für Wählerinnen und Wähler in Krankenhäusern oder Quarantäne wurden mobile Wahlurnen eingerichtet.

Wählerin Silvia Borisova sagt: "Ich erwarte keine große Wahlbeteiligung, die Menschen haben Angst vor dem Wahlmechanismus und der Pandemie."

Die Wahl wird darüber entscheiden, ob im ärmsten EU-Land die pro-europäische bürgerliche Regierungspartei GERB von Ministerpräsident Boiko Borissow weiter an der Macht bleibt.

Wählerin Maria Tatarska: "Ich stimme für Veränderung, für eine bessere Zukunft, dafür, dass unsere Kinder in einem friedlichen Land leben können, dass Bildung und Entwicklung auf einem guten Weg sind."

Der Regierungspartei hat laut Umfragen gute Chancen, die Wahl zu gewinnen. Sie dürfte aber die absolute Mehrheit verfehlen und Koalitionspartner brauchen, um weiter zu regieren. Bis zu sieben, teils untereinander verfeindete Parteien könnten die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament schaffen.

Sozialisten könnten zweitstärkste Kraft werden

Die aus den früheren Kommunisten hervorgegangenen Sozialisten (BSP) können damit rechnen, zweitstärkste Kraft zu werden.

Gegen die Koalitionsregierung der GERB mit Nationalisten als Juniorpartner hatte es im vergangenen Sommer Straßenproteste wegen Korruptionsvorwürfen gegeben.

Da die überwiegend orthodoxen Bulgaren dieses Jahr erst in vier Wochen Ostern feiern, kollidiert die Wahl nicht mit Familienfesten. Für Wähler in Krankenhäusern oder in Corona-Quarantäne sind mobile Wahlurnen vorgesehen. Meinungsforscher befürchteten dennoch, dass die Wahlbeteiligung wegen der Pandemie gering ausfallen könnte.