Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Joe Biden sieht grüne Energie als Jobmotor

Von Euronews mit dpa
euronews_icons_loading
Joe Biden sieht grüne Energie als Jobmotor
Copyright  AFP
Schriftgrösse Aa Aa

Zum Abschluss seines zweitägigen Online-Klim agipfels hat US-Präsident Joe Biden den Fokus auf positive Botschaften gelegt: grüne Energie als Jobmotor.

Auch dankte er dem russichen Präsidenten Wladimir Putin für seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Biden sagte: "Das gibt mir Mut, das Telefongespräch mit Putin über die Zusammenarbeit bei der Kohlendioxidausstoß-Verringerung. Wir freuen uns sehr, mit Russland zu arbeiten und mit anderen Ländern. Das ist sehr vielversprechend."

Die Regierungschefs mehrerer Staaten berichteten von Beispielen, wie sie den Klimawandel angehen und daraus gleichzeitig wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte: "Heute hat Dänemark mehr Arbeitsplätze in grüner Energie als in fossiler, und die Unternehmen machen mit. Wir haben Klimapartnerschaften mit allen Teilen der dänischen Wirtschaft geschlossen. Ganz Dänemark ist sich jetzt einig, unser Ziel einer Emissionsreduzierung von 70 Prozent zu erreichen bis 2030."

Das ist derzeit das ambitionierteste Emissionsziel aller EU-Staaten.

Microsoft-Gründer Bill Gates dankte Biden und dem Sondergesandten für Klima John Kerry dafür, dass sie die führende Rolle der USA im Klimawandel wiederherstellten.

Biden bemüht sich gerade, auch der eigenen Bevölkerung gewaltige Investitionen in die Infrastruktur des Landes, den Ausbau der Elektromobilität und die Energiewende schmackhaft zu machen. Er betont dabei stets, auf diesem Weg ließen sich Millionen Arbeitsplätze schaffen. Der US-Präsident plant in den kommenden acht Jahren Ausgaben in Höhe von rund 2 Billionen US-Dollar (1,7 Billionen Euro) für sein Infrastrukturprogramm. Das entspräche etwa 10 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Innenpolitisch stößt das Vorhaben angesichts der immensen Ausgaben auf einigen Widerstand unter Republikanern. Biden nutzte auch den Klimagipfel, um für sein vorgeschlagenes Programm zu werben.

In der deutschen Hauptstadt Berlin gab es Proteste gegen den Klimagipfel. Die Demonstranten beklagten, es handle sich nur um leere Versprechungen.