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Tödlichster Tag im Gaza-Streifen, mindestens 42 Tote

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Tödlichster Tag im Gaza-Streifen, mindestens 42 Tote
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Die israelische Armee hat am Sonntag Videoaufnahmen veröffentlicht, die einen ihrer Luftangriffe auf ein mutmaßliches Waffenlager eines Hamas-Aktivisten im Zentrum des Gazastreifens zeigen sollen.

Nach palästinensischen Angaben sollen bei dem israelischen Luftangriff auf Gaza-Stadt am Sonntag drei Gebäude zerstört und mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Es wäre damit der bislang tödlichste Einzelangriff im jüngsten Gaza-Konflikt.

Trotz der hohen Zahl der Todesopfer und der internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand signalisierte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass die Kämpfe mit der Hamas weitergehen würden.

Höchste Zahl an Raketen aus dem Gazastreifen in der Geschichte des Landes

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angaben des israelischen Militärs bislang rund 3.100 Raketen auf Israel abgefeuert. Das sei die bisher höchste Anzahl in der Geschichte des Landes, teilte die israelische Armee am Sonntagabend über Twitter mit.

Die aktuelle Gewalt würde nach Militärangaben die Eskalation im Jahr 2019 übertreffen und die während des Krieges mit der libanesischen Hisbollah im Jahr 2006.

Das Abwehrsystem Iron Dome habe bislang etwa 1.210 Raketen abgefangen. Rund 450 davon seien noch im Gazastreifen selbst niedergegangen.

Das Eisenkuppel-System erkennt mittels eines Radargeräts anfliegende Geschosse und startet eine Abfangrakete, um das feindliche Geschoss möglichst vor dem Einschlag noch in der Luft zu zerstören.

Nach Medienberichten hat das israelische Militär strikte Order, Abfangraketen nur zu starten, wenn bei einem Angriff bewohnte Gebiete bedroht sind. Der Einsatz einer Abfangrakete kostet nach Medienberichten umgerechnet rund 66.000 Euro.