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Ihr Patent gab den Ausschlag: BioNTech-Forscherin Kalikó in Ungarn geehrt

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Von Euronews
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Katalin Karikó bei der Krönung zur Ehrenbürgerin der ungarischen Stadt Szeged
Katalin Karikó bei der Krönung zur Ehrenbürgerin der ungarischen Stadt Szeged   -   Copyright  Szeged TV via Euronews/screengrab
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Die Vizepräsidentin des deutschen Biotechnologieunternehmens BioNTech, Katalin Karikó, ist in der ungarischen Stadt Szeged als Ehrenbürgerin ausgezeichnet worden.

Die 66-jährige Biochemikerin hatte dort ihr Studium begonnen. Der von BioNTech und dem US-Unternehmen Pfizer gemeinsam entwickelte mRNA-basierte Corona-Impfstoff ist auf der Grundlage ihres Patents entstanden. Damit gelangte die Ungarin nicht nur in Fachkreisen zu Weltruhm.

Ab Juni wird sich Karikó wieder ihren früheren Projekten widmen, etwa der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Krebs.

Karikó sagte im Euronews-Interview: "Ich denke, dass im Moment das Testen neuer Varianten und, wenn nötig, die Herstellung eines neuen Impfstoffs - eine Angelegenheit für meine Kollegen ist. Ich möchte mich auf die Herstellung von RNA konzentrieren, die Proteine kodiert, die helfen, Wunden und Knochen zu heilen, oder Patienten mit Krebs."

"Angst vor organischer Chemie"

Katalin Karikó lebt und arbeitet seit den 80er Jahren in den USA. Zuvor studierte sie an der Universität Szeged und promovierte dann am Biologischen Forschungszentrum Szeged.

An diese beanspruchende Zeit erinnert sie sich noch genau: "Am meisten Angst hatte ich vor der organischen Chemie. Gábor Bernáth hat uns alle heterozyklischen Verbindungen beigebracht. Wir hörten nicht auf, die speziellen Namen auswendig zu lernen. Am Ende habe ich mir das Einfachste ausgesucht, die Polyamine, die sehr einfach waren, da war nichts Heterozyklisches dabei."

Karikó traf in Szeged auch ehemalige Mitstudierende. Sie gilt als heiße Kandidatin für einen Nobelpreis.