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St. Petersburger Wirtschaftsforum: Gute Geschäfte trotz Spannungen und Sanktionen

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St. Petersburger Wirtschaftsforum: Gute Geschäfte trotz Spannungen und Sanktionen
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Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik loten auf dem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg trotz politischer Spannungen Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus. Katar ist das offizielle Gastland des diesjährigen Formus. Das Land hat mehr als 65 Abkommen mit Russland geschlossen, unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft und Technologie.

Saleh bin Majid Al-Khulaifi aus dem Handelsministerium in Katar sagt, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern schon seit vielen Jahren bestehen. "Der Handel zwischen beiden Ländern ist um 50 Prozent gestiegen. Und dieses Forum ist wie ein Kronjuwel für die Beziehungen zwischen Russland und Katar. Wir haben mehr als 200 Geschäftstreffen durchgeführt, um die Zusammenarbeit und die Handelsvereinbarungen zwischen unseren Ländern zu verbessern."

Putin: Die meisten Wirtschaftsvertreter auf dem Forum kommen aus den USA

Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, dass die meisten anwesenden Wirtschaftsvertreter aus den USA kommen, trotz Sanktionen und Gegensanktionen.

Diese zeigen sich optimistisch, so wie Daniel A. Russell, Präsident und CEO des US-Russia Business Council: "Die russisch-amerikanischen Beziehungen werden weiterhin eine unruhige Mischung aus Konkurrenz und Kooperation sein, aber ich denke, dass die Beziehungen von Mensch zu Mensch und von Geschäft zu Geschäft fortbestehen werden."

Eine Studie, die auf dem Forum vorgestellt wurde, zeigt, dass die Zahl der ausländischen Direktinvestitionen in Russland wegen der Pandemie deutlich zurückgegangen ist. Russland möchte das ändern.

Einige ausländische Unternehmen sehen Möglichkeiten und hoffen, dass der politische Kontext dem nicht im Wege steht. Simone Mori, Europachef der Enel Group sieht Potenzial für westliche Unternehmen.

"Beziehungen von Mensch zu Mensch und Geschäft zu Geschäft werden fortbestehen"

"Wir sind der weltweit größte Betreiber im Bereich der erneuerbaren Energien und wir glauben, dass Russland ein unglaubliches ungenutztes Potenzial in diesem Sektor hat. Ich denke, wir haben hier ein großes Potenzial, denn die natürlichen Ressourcen in diesem Land sind riesig, es ist das Land der Energie. Aber es ist nicht nur die Energie, die unter der Erde liegt, sondern Energie, die wir in Form von Wind und Sonne haben. Wir sind optimistisch, dass eine Investition in diesen Sektor in Russland eine große Chance für westliche Unternehmen wäre."

Eine Studie von Ernest und Young zeigt, dass im Jahr 2020, dem Jahr der Pandemie, Deutschland der aktivste Investor in Russland war, gefolgt von den Vereinigten Staaten und China.