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Europa liegt vorn an Tag 4 der Judo-WM in Budapest

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Von Euronews
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Europa liegt vorn an Tag 4 der Judo-WM in Budapest
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Die europäischen Judokas haben Grund zum Feiern, Tag vier der Judo-Weltmeisterschaft in Budapest war ein herausragender Wettkampftag für sie.

Die Französin Clarisse Agbegnenou war die Coolness in Person, mit lässigen Kopfhörern und Musik auf dem Ohr ging sie von Kampf zu Kampf. Auf der Tatami schaltete sie blitzschnell von entspannt auf fokussiert um. Sie hat viel Erfahrung.

Clarisse Agbegnenou - die coole Judo-Queen holt ihren 5. Weltmeistertitel

In allen Kämpfen zeigte sie die ganze Bandbreite ihres Könnens und gewann auf ihrem Weg ins Finale durch Würfe, Armhebel und Würgegriffe. Ihre Gegnerin dort, die Slowenin Andrea Leski, war ebenfalls gut in Form. Sie hatte auf ihrem Weg ins Finale zwei große Ippons erzielt.

Aber Agbegnenou war zu stark, sie erzielte Waza Ari mit ihrem Markenzeichen Harai-Makikomi, bevor sie einen schraubstockähnlichen Griff ansetzte und sich ihren fünften Weltmeistertitel und einen Platz in den Judo-Geschichtsbüchern sicherte.

Ihre Goldmedaille bekam sie von Sergey Solveychik, Vizepräsident der International Judo Federation und Präsident der Europäischen Judo Union.

"Ich kann es noch nicht glauben. Dieses Jahr war wirklich hart für mich und ich bin glücklich, hier zu sein und die fünf Goldmedaillen zu haben. Zwei habe ich hier aus Budapest, ich bin wirklich stolz", so Clarisse Agbegnenou.

Auch die Bronzemedaillen gingen an Europa: Sanne Vermeer aus den Niederlanden und Anja Obradovic aus Serbien standen auf dem Podium.

Endlich hat er es geschafft - Gold für den Belgier Matthias Casse

In der Klasse bis 81 Kilogramm war der Belgier Matthias Casse auf seiner persönlichen Mission unterwegs. Nach der Silbermedaille bei den letzten Weltmeisterschaften in Tokio hatte Casse nun die Goldmedaille im Visier.

Casse fegte nur so durch die Vorrundenkämpfe. Im Finale traf er auf den explosiven Georgier Grigalashvili. Dort hielt Casse einer Flut von Angriffen seines Gegners stand, bevor er den Spieß umdrehte, Ippon erzielte und die Dämonen von Tokio vertreiben konnte.

Seine lang ersehnte Goldmedaille überreichte ihm Morinari Watanabe, IOC-Mitglied und Präsident der International Gymnastics Federation.

"Ich wusste, wenn ich den Titel holen würde, wäre ich der Erste, und es war ein Ziel für mich seit der Weltmeisterschaft in Tokio, wo ich im Finale verloren hatte", so Matthias Casse. "Es fühlt sich unglaublich an, hier Gold zu gewinnen, im letzten Wettkampf vor den Spielen, das ist super schön."

Und noch zwei aus Europa hoben den europäischen Medaillenspiegel an: Frank Dewit holte eine Bronzemedaille für die Niederlande und Anri Egutidze eine weitere für Portugal. Der vierte Tag der Judo-Weltmeisterschaft war voll von spannenden Kämpfen. Die Zuschauer:innen konnten einen Ippon nach dem anderen verfolgen.

Ergebnisse bei den Frauen bis 63 Kilogramm:

1. AGBEGNENOU, Clarisse (FRA)

2. LESKI, Andreja (SLO)

3. OBRADOVIC, Anja (SRB)

3. VERMEER, Sanne (NED)

5. BARRIOS, Anriquelis (VEN)

5. QUADROS, Ketleyn (BRA)

7. DEL TORO CARVAJAL, Maylin (CUB)

7. OZBAS, Szofi (HUN)

Ergebnisse bei den Männer bis 81 Kilogramm:

1. CASSE, Matthias (BEL)

2. GRIGALASHVILI, Tato (GEO)

3. DE WIT, Frank (NED)

3. EGUTIDZE, Anri (POR)

5. BOLTABOEV, Sharofiddin (UZB)

5. FUJIWARA, Sotaro (JPN)

7. CHOUCHI, Sami (BEL)

7. MOLLAEI, Saeid (MGL)