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Die Donau kämpft gegen den Klimawandel

Von Frank Weinert
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Die Donau kämpft gegen den Klimawandel
Copyright  Marton Monus / MTVA vía AP
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Die Auswirkungen des Klimawandels könnten durch die Wiederherstellung von Überschwemmungsgebieten abgemildert und das Hochwasserrisiko reduziert werden. Das glaubt der World Wide Fund for Nature (WWF). Die Organisation hat im Rahmen des "Interreg* Danube Floodplain-Projekts" untersucht, welche Gebiete entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse "der Natur zurückgegeben" werden könnten. In den letzten zwei Jahrhunderten haben die Flussanrainer in Europa 70 Prozent der Auen von den Flüssen abgetrennt, in Ungarn sogar 95 Prozent - das alles, um Überschwemmungen zu vermeiden, landwirtschaftliche Flächen zu vergrößern oder die Schiffbarkeit zu verbessern.

Die Überschwemmungsgebiete verlieren nicht nur ihre Ursprünglichkeit - sie erfüllen auch viele andere regulierende Funktionen nicht, sagt Andrea Samu vom WWF: "Überschwemmungsgefährdete Gebiete hatten früher eine reiche und üppige Vegetation. Die ist nützlich, weil das Wasser in den verschiedenen Senken für kürzere oder längere Zeit verbleiben kann, und außerdem wird wird das Wasser von der Vegetation aufgenommen und allmählich verdunstet, wodurch das Klima ausgeglichen wird."

In Ungarn ist dies besonders wichtig, weil mehr Wasser verdunstet als Regen fällt. Die Auenvegetation könnte dazu beitragen, dass dies gleichmäßiger geschieht und die Austrocknung des Bodens verhindert wird - was für die Landwirtschaft von Vorteil wäre.Biodiversität hilft auch, die natürliche Nahrungskette zu erhalten. Allein in den Budapester Auenwäldern gibt es mindestens 150 verschiedene Vogelarten, betont Zoltán Bajor, Präsident der Ungarischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz: "In der Praxis können wir durch die Bereitstellung von Nahrung und Nistplätzen für andere insektenfressende Arten in diesen Auen eine sehr gesunde, ja sogar eine lebenswerte städtische Umwelt sicherstellen, ohne Insekten mit Chemikalien zu töten."

Das Projekt "Donau-Auen" wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen und umfasst 22 Organisationen aus zehn Ländern. Allein entlang der Theiß gibt es 1.500 Quadratkilometer, die renaturiert und "den Flüssen zurückgegeben" werden könnten, um so den ökologischen Zustand des Gebietes zu verbessern.Das Projekt zielt darauf ab, in den kommenden Jahren großflächig mit der Arbeit zu beginnen - mit der Kooperation von Landnutzern, lokalen und Wasserbehörden.