Todesfalle Mittelmeer: Deutlicher Anstieg ertrunkener Bootsmigranten

Bootsmigranten auf einem Schiff im Mittelmeer
Bootsmigranten auf einem Schiff im Mittelmeer Copyright Bruno Thevenin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Bruno Thevenin/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Die Internationale Organisation für Migration hat alle Länder aufgerufen, dringende und proaktive Schritte zu unternehmen, etwa im Bereich der Seenotrettung und der Bereitstellung legaler Migrationswege.

WERBUNG

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sind mindestens 1.146 Menschen bei dem Versuch ums Leben gekommen, Europa auf dem Seeweg zu erreichen.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bedeutet dies einen Anstieg von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Am verhängnisvollsten sei die Strecke zwischen Libyen und Italien gewesen. Dort habe es 741 Tote gegeben.

Für 250 Menschen endete die Passage zwischen Westafrika und den Kanarischen Inseln tödlich.

149 Menschen kamen bei dem Versuch, das spanische Festland über das Mittelmeer zu erreichen ums Leben.

Mindestens sechs Bootsmigranten ertranken bei Passagen über die Ägäis nach Griechenland.

Die Internationale Organisation für Migration rief alle Länder auf, dringend proaktive Schritte zu unternehmen, um den Verlust von Menschenleben auf maritimen Routen "zu reduzieren". Dazu gehörten verstärkte Seenotrettungsmaßnahmnen sowie die Einführung sicherer und legaler Migrationswege.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Rettungsschiffe suchen sicheren Hafen für hunderte Flüchtlinge

Belgien: Ende eines 60-tägigen Hungerstreiks

Drei Mädchen kommen bei Bootsunglück vor Griechenland ums Leben