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"Nein zur Impf-Diktatur" - Proteste in Paris, Marseille und Rennes

Von Euronews mit AFP, AP
"Nein zur Impf-Diktatur" - Proteste in Paris, Marseille und Rennes
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In mehreren französischen Großstädten sind zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die neue Impf-Strategie der Regierung zu protestieren.

In Paris beteiligten sich rund 1.500 Demonstrierende mit Plakaten wie "Nein zur Impf-Diktatur".

In Marseille sangen Protestierende die Nationalhymne. Sprechchöre, in denen "Freiheit" gefordert wurde, gab es bei einer Demonstration in Rennes in der Bretagne.

Demonstrationen vergleichbaren Ausmaßes hatte es bereits am Nationalfeiertag 14. Juli gegeben, zwei Tage nach der Ankündigung der neuen Maßnahmen.

Stichtag Mittwoch

Am kommenden Mittwoch tritt eine Testpflicht für viele Bereiche des Alltagslebens in Kraft.

Erwachsene müssen dann einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen, wenn sie Restaurants, Konzerte oder Museen besuchen. Für Kinder und Jugendliche gilt die neue Regel vorerst nicht.

Für das Gesundheits- und Pflegepersonal ist eine Impfpflicht ab Mitte September geplant.

Der französische Premierminister Jean Castex besuchte ein Impfzentrum im Urlaubsort Bayonne an der Atlantikküste und warb angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus: "Impfen schützt. Die Impfung wird uns noch freier machen, eine Reihe von Dingen zu tun. Das ist es, was wir über die Einführung des Gesundheitspasses besprochen haben, einschließlich der Vorbereitung auf die nächste Stufe, die am 21. Juli stattfinden wird."

Ob geimpft oder nicht: Ihren Sommerurlaub wollen sich Französinnen und Franzosen nicht vermiesen lassen. Auf den Autobahnstrecken Richtung Mittelmeer wie auf der A7 südlich von Lyon, besser bekannt als "Autoroute du Soleil", bildeten sich örtlich lange Staus.