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Frankreich: Protest gegen Einschränkungen für Nicht-Geimpfte

Von euronews
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Demonstration in Marseille
Demonstration in Marseille   -   Copyright  cleared
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"Liberté, Freiheit", ein historischer Schlachtruf an einem symbolischen Datum: In Frankreich haben am Nationalfeiertag Tausende Menschen gegen Beschränkungen für Menschen protestiert, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Dem Innenministerium zufolge versammelten sich insgesamt 19.000 Menschen. Unter anderem in Lyon kam es zu Ausschreitungen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montag angekündigt, dass Kulturveranstaltungen und -orte, Gaststätten, Sporthallen, Einkaufszentren und Züge nur noch denjenigen offen stehen, die nachweisen können, dass sie geimpft sind, eine Corona-Infektion überstanden haben oder kürzlich negativ getestet wurden. Zudem soll es eine Impfpflicht für medizinisches Personal geben, die im schlimmsten Fall zur Kündigung führen kann. Für viele Demonstrierende kommt das einer Diktatur gleich. Einige trugen einen nachgebildeten Judenstern auf dem "nicht geimpft" stand. "Das ist nicht gerecht", sagte eine Demonstrantin. "Deswegen sind wir aufmüpfig."

Ebenfalls für Ärger sorgen eine Reform der Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Projekte Macrons, die wegen der Corona-Krise ausgesetzt wurden und jetzt wieder in Angriff genommen werden sollen.

Nachfrage nach Impfterminen gestiegen

Laut einer Umfrage steht eine Mehrheit der Französinnen und Franzosen jedoch hinter den neuen Corona-Maßnahmen und auch der Plan der Regierung, durch die Einschränkungen den Impfdruck auf die Bevölkerung zu erhöhen, scheint aufzugehen: Seit Macrons Ansprache am Montagabend stiegen die Anfragen für Impftermine in Rekordhöhen.