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Olympionikin über Tokio: "Wird ausreichen, das Feuer zu spüren"

Von Andrew Robini  & Euronews
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Die britische Olympionikin Abigail Irozuru stand im Euronews-Interview Rede und Antwort. Hier eine Archivaufnahme der Weitspringerin während eines Wettbewerbs in Katar
Die britische Olympionikin Abigail Irozuru stand im Euronews-Interview Rede und Antwort. Hier eine Archivaufnahme der Weitspringerin während eines Wettbewerbs in Katar   -   Copyright  David J. Phillip/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Während die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio näher rückt, machen sich zahlreiche Teams und große Namen auf den Weg in die japanische Hauptstadt.

Während ihres Aufenthalts werden sich Athletinnen und Athleten aus aller Welt im olympischen Dorf versammeln, was eine einzigartige Herausforderung für die Organisatoren darstellt, die strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen haben, um die Gefahr einer Covid-19-Ausbreitung zu bekämpfen.

Am Vortag der Eröffnung haben die Organisatoren trotzdem zwölf weitere Covid-19-Fälle vermeldet. Darunter seien auch zwei ausländische Bewohner des Olympischen Dorfes.

Die britische Olympionikin und Weitspringerin Abigail Irozuru äußerte sich im Euronews-Interview: "Im Moment bedeuten die Einschränkungen, dass wir jeden Morgen vor 10 Uhr einen Corona-Test machen müssen, um sicherzustellen, dass wir alle gesund sind, und dass wir das Hotel nur verlassen können, um zum Trainingsgelände an der Leichtathletikbahn zu gelangen, wo wir auch Gewichte und so weiter haben. Aber die Stimmung ist immer noch sehr positiv und hoffnungsvoll und aufregend, weil wir schließlich die Ehre haben, unser Land, das Team Großbritannien, bei einem großen Sportereignis zu vertreten."

"Wird ausreichen, um Feuer zu spüren"

Euronews-Sportredakteur Andy Robini hakte nach:"Bei einem so großen Ereignis keine Zuschauer zu haben wird für uns surreal sein, aber vielleicht noch mehr für Sie als Sportlerin. Wie stellen Sie sich darauf ein und glauben Sie, dass dies die Leistungen beeinflussen wird?"

Abigail Irozuru: "Keine Zuschauer zu haben, ist natürlich sehr enttäuschend, aber ich denke, dass die Athleten letztendlich verstehen werden, dass sie bei Olympischen Spielen antreten. Sie wissen, dass so viele Millionen Fans aus der ganzen Welt sie auf Fernsehbildschirmen, Handys und Monitoren weltweit beobachten werden, und ich denke, allein dieses Bewusstsein wird ausreichen, um dieses Feuer zu spüren und die Leute dazu zu bringen, weit zu springen, weit zu werfen, schnell zu laufen und große Leistungen zu erbringen.''

Das Konzept der wegen Corona um ein Jahr verschoben Sommerspiele lautet "Einheit in Vielfalt". Die japanische Bevölkerung ist von dem Konzept wenig begeistert, denn Tokio befindet sich im Corona-Notstand. An diesem Donnerstag wurden in der Hauptstadt knapp 2.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

Es könnten aber in mehrfacher Hinsicht doch noch Spiele der Superlative werden. Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic peilt in dieser Saison den "Golden Slam" an, der im Herren-Tennis noch niemand gelungen ist - und bei den Frauen Steffi Graf.

Die Auszeichnung erhält, wer alle vier Grand-Slam Turniere plus Gold bei Olympia gewinnt. Ein Schuss Extra-Motivation für den Serben, der nicbht nur wegen der Absagen seiner Konkurrenten Roger Federer und Rafael Nadal als heißester Goldmedaillen-Kandidat im Einzel gilt.