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Drogenschmuggel: China bestätigt Todesurteil gegen Kanadier

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Von Euronews  mit dpa
Robert Lloyd Schellenberg während des Gerichtsprozesses, 14.01.2019
Robert Lloyd Schellenberg während des Gerichtsprozesses, 14.01.2019   -   Copyright  AFP PHOTO / INTERMEDIATE PEOPLES' COURT OF DALIAN

Ein Gericht in China hat das Todesurteil gegen einen kanadischen Drogenhändler bestätigt. Robert Lloyd Schellenberg war im Januar 2019 zum Tod verurteilt worden. Nun muss in letzter Instanz noch Chinas Oberstes Volksgericht das Todesurteil bestätigen.

Der Fall belastet die diplomatischen Beziehungen zwischen Kanada und China. Hintergrund ist die Festnahme der Finanzchefin von Huawei in Kanada, gegen die in den USA wegen Bankbetrug in Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran ermittelt wird. Kanada muss nun entscheiden, ob Meng Wanzhou an die USA ausgeliefert werden soll.

Kurz nach der Festnahme war das ursprüngliche Urteil gegen Schellenberg, der 2018 zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt wurde, aufgehoben- und für zu gering befunden worden. Zudem befinden sich zwei weitere Kanadier in chinesischen Gefängnissen, die wegen Spionage angeklagt sind. Kanada wirft Peking deshalb eine "Geiseldiplomatie" vor. Beide Länder fordern die Freilassung ihrer jeweiligen Staatsangehörigen.

Es ist nicht das erste Mal, dass China die Todesstrafe gegen Drogenschmuggler verhängt. In den vergangenen zwei Jahren wurden ein weiterer Kanadier und ein Australier zum Tode verurteilt worden.