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Weit weg von den Taliban: Schutz in Spanien

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Von Luis Nicolas Jachmann
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Hoffnung auf eine bessere Zukunft
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Nilofar Bayat und ihr Mann sind in Spanien endlich in Sicherheit. Noch vergangene Woche musste sich das afghanische Paar wie derzeit Tausende in Kabul vor der Taliban verstecken. Dann schafften sie es zu ihrem Glück auf die Liste derjeniger, die Spanien aus Afghanistan ausfliegt. Die letzten Tage waren für das junge Paar eine Tortur: "Wir haben zwei Nächte und Tage in der Hitze verbracht. Es gab nichts zu essen, nicht mal Platz um sich hinzusetzen", erzählt Nilofar Bayat einem spanischen Kamerateam in Bilbao.

Vom Paralympic-Star zur Schutzsuchenden

Dort möchten sich die Beiden jetzt eine neue Zukunft aufbauen. An ihre sportliche Vergangenheit möchte Nilofar Bayat im Baskenland anknüpfen. Die Basketballspielerin war jahrelang Kapitänin der afghanischen Paralympic-Nationalmannschaft. Schon nach wenigen Tagen hat Bayat in Bilbao einen neuen Klub gefunden. Und sie hat weitere Ziele: "Wir wollen eine neue Sprache lernen. Ich liebe es mit Menschen in Kontakt zu kommen. Ich möchte in Spanien Freunde finden." Mit den Gedanken ist sie aber immer noch bei der Familie, die sich vor der Herrschaft der Taliban fürchtet: "Wir haben uns in Sicherheit bringen können. Aber was ist mit unseren Familien, die immer noch dort sind?"

Mit Militärflugzeugen von Dubai aus evakuiert Spanien seit letzter Woche Menschen aus Kabul und bringt die Schutzsuchenden zunächst zur eigenen Militärbasis nach Torrejón de Ardoz. Von dort aus werden die Personen auf das ganze Land veteilt. Seit der Machtübernahme durch die Taliban hat Spanien über 550 afghanische Staatsbürger:innen aus Kabul ausgeflogen.