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Tote am Flughafen von Kabul - Aufruf zum Widerstand gegen die Taliban

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Von Frank Weinert
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Tote am Flughafen von Kabul - Aufruf zum Widerstand gegen die Taliban
Copyright  Ahmad SAHEL ARMAN / AFP

Am Flughafen von Kabul hat es Tote gegeben. Bei den chaotischen Zuständen kamen nach Angaben des britischen Militärs mindestens sieben afghanische Zivilisten ums Leben.

In Afghanistans letzter Anti-Taliban-Hochburg Panjshir hat der Sohn des verstorbenen, Anti-Taliban-Befehlshabers Massoud zu neuem Widerstand aufgerufen.

Trotz der schwierigen Lage am Flughafen von Kabul traf ein Flugzeug der britischen Royal Air Force mit Evakuierten aus Afghanistan in England ein. Premierminister Boris Johnson hat angekündigt, dass Großbritannien in diesem Jahr 5.000 afghanische Flüchtlinge aufnehmen werde. Afghanistan traf am Samstag in England ein.

Einhundert Afghanen sind auf dem Flughafen Rom gelandet. Nach Angaben des italienischen Verteidigungsministers sind seit Beginn der Evakuierungsmaßnahmen mehr als 1.500 Afghanen in Italien eingetroffen.

In Deutschland sind zahlreiche weitere Menschen aus Afghanistan auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz angekommen. Insgesamt seien es über 2.300 Personen. In den kommenden Tagen werden weitere Flüge erwartet.

Tausende haben am Samstag im Zentrum Londons gegen die Übernahme Afghanistans durch die Taliban demonstriert und ihre Solidarität mit den Afghanen bekundet, die gegen das neue Regime in Kabul sind. Die Demonstranten marschierten vorbei an der Downing Street, dem Amtssitz von Premierminister Boris Johnson.

Der britische Regierungschef sah sich in dieser Woche heftiger Kritik am Umgang seiner Regierung mit der Krise in Afghanistan ausgesetzt, da Großbritannien, die Vereinigten Staaten und andere westliche Verbündete darum kämpfen, ihre Bürger und andere Personen aus Kabul zu evakuieren.