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"Terrorgefahr" in Kabul

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Von Luis Nicolas Jachmann
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"Terrorgefahr" in Kabul
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Auslandsvertretungen in Kabul und westliche Regierungen warnen vor einer akuten Terrorgefahr rund um den internationalen Flughafen in Afghanistans Hauptstadt. Die Botschaften der USA, Großbritannien und Australien riefen ihre Bürger:innen in Kabul dazu auf, das Gebiet um Terminal und Landebahn zu meiden.

Warnungen gelten für Flughafen-Gebiet

Die amerikanische Botschaft rief US-Bürger:innen dazu auf, das Abbey Gate und Nord- und Osttor des internationalen Flughafens umgehend zu verlassen. Das britische Außenministerium sprach in einem Sicherheitshinweis von einer „anhaltenden und hohen Gefahr terroristischer Angriffe“.

Terrorgefahr

Die Situation am Flughafen der afghanischen Hauptstadt ist weiterhin dramatisch. Tausende hoffen noch das Land verlassen zu können. Ein amerikanischer Diplomat berichtet am Donnerstag nach Angaben von Zeit Online alleine von über 1000 Menschen, „die US-Pässe oder Visa für die USA hätten“. Das Chaos könnte die mit den Taliban verfeindete IS-Miliz für einen Anschlag nutzen – warnen internationale Beobachter:innen.

Evakuierungen vor dem Ende

Gleichzeitig rückt der 31. August näher – der Tag des voraussichtlichen Abzugs der letzten US-Soldat: innen in Afghanistan. Am Freitag stoppt Frankreich die Evakuierungen in Kabul. Premierminster Jean Castex begründete diesen Schritt mit der fehlenden Absicherung des Flughafengeländes durch amerikanische Truppen ab Mitte kommender Woche.

Und auch Deutschland – soll Medienberichten zufolge – noch im Laufe des Donnerstags seine Rettungsmission einstellen. Bisher hat die deutsche Luftwaffe über 5000 Menschen ausfliegen können, so das deutsche Verteidigungsministerium.