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Verhandeln mit den Taliban: Der Preis der Macht

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Von Oscar Valero
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Verhandeln mit den Taliban: Der Preis der Macht
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Es herrscht Unsicherheit in Afghanistan angesichts der durch die Taliban angekündigten Regierungsbildung. Vieles ist offen, was unter den Taliban noch möglich sein wird, zum Beispiel Frauen, die auf der Straße protestieren und ihre Beteiligung an der Regierung fordern.

Der Westen wartet auf klare Signale aus Kabul, um zu entscheiden, ob sie über technische Gespräche hinaus vielleicht auch diplomatische Beziehungen aufnehmen werden. Die USA und die EU-Staaten haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Erwartung festgeschrieben, dass ausreisewilligen Ortskräften dies auch erlaubt wird.

Wir müssen viele Fragen mit den Taliban klären. Erstens: Wie können wir ihnen, wie können wir humanitäre Hilfe leisten? Zweitens: Was können wir für die vielen ausreisewilligen Menschen tun, die keinen Platz in den Flugzeugen bekommen haben?
Josep Borrell
Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik
Wir müssen sicherstellen, dass wir mit den Taliban oder den neuen Behörden auf Augenhöhe verhandeln, und sie müssen verstehen, wenn sie eine Zusammenarbeit mit uns und unseren Freunden wollen - und ich weiß, dass sie das wollen - dann ist erste Priorität für uns die sichere Ausreise für diejenigen, die ausreisen wollen.
Boris Johnson
Britischer Premierminister

Afghanistan ist nach wie vor in hohem Maße – und im Zweifel mehr denn je - von humanitärer Hilfe abhängig. Eine mögliche Nichtanerkennung der Taliban könnte leicht zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch führen. Das Elend im Land könnte sie zu Kompromissen zwingen – der Preis für die Kooperation der westlichen Staaten sein.