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G20 beraten über Hilfe für Afghanistan - EU stockt Mittel auf 1 Milliarde auf

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Von euronews
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G20-Gipfel (12.10.2021)
G20-Gipfel (12.10.2021)   -   Copyright  FILIPPO ATTILI/AFP or licensors
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Dem afghanischen Volk helfen, ohne den Taliban politische Legitimät zu verleihen: Diese Linie bekräftigen die G20-Staaten und die EU bei einer von Italien veranstalteten Videokonferenz.

Die EU will eine Milliarde Euro bereitstellen. Das schließt die bereits zugesagten 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfe ein. Zudem soll es Geld für Nachbarstaaten geben, die Menschen aus Afghanistan aufnehmen.

Draghi: "Müssen wirtschaftlichen Zusammenbruch verhindern"

Die humanitäre Lage in Afghanistan sei ernst, so der italienische Regierungschef Mario Draghi. Vertereter der Vereinten Nationen hätten von einer humanitären Katastrophe gewarnt. Er betonte, dass das Bereistellen humanitärer Hilfe nicht bedeute, dass die Taliban politisch anerkannt würden. Aber es müsse schnell gehandelt werden. "Wir müssen den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes verhindern", so Draghi. "Das bedeutet, dass wir sofort verhindern müssen, dass das Zahlungssystem des Landes zusammenbricht und keine Zahlungen mehr geleistet werden können. Denn dann wird es sehr schwierig, humanitäre Hilfe zu leisten.""

Unterdessen traf sich in Doha eine Taliban-Delegation mit Vertreter:innen der EU und der USA. Bereits am Wochenende hatte es in der katarischen Hauptstadt informelle Gespräche nur zwischen den Taliban und den USA gegeben. US-Delegierte lobten das erste persönliche Treffen seit der Machtübernahme der Islamisten als "offen und professionell".