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Migranten in Belarus: Lukaschenko zählt auf "großen Bruder" Putin

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Von euronews
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Migranten in Belarus: Lukaschenko zählt auf "großen Bruder" Putin
Copyright  Leonid Shcheglov/BelTA pool photo via AP

An der Grenze zwischen Belarus und Polen ist die Lage weiter angespannt. Das zeigen Bilder, die polnische Behörden herausgegeben haben. Doch es könnte noch brenzliger werden. Die Regierung in Warschau bereitet sich derzeit auf die Ankunft vieler weiterer Migranten an der Grenze zu Belarus vor.

Polen befürchtet Ankunft weiterer Migranten

"Wir befürchten, dass es zu massiven Versuchen kommen wird, die Grenze zu unserem Land zu überwinden", so Stanislaw Zaryn, er spricht für die beteiligten polnischen Ministerien.

Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, telefonierte mit seinem Amtskollegen in Belarus, dem dortigen Außenminister, der die geltenden Sanktionen gegen Minsk als kontraproduktiv bezeichnete.

Minsk rückt näher an Moskau

Die Ereignisse an der Grenze scheinen noch engere Beziehungen zwischen Minsk und Moskau zu begünstigen. Der Machthaber in Belarus zumindest spricht sogar von familiären Banden:

"Ich hab Putin gesagt: Du darfst jetzt nicht zurückschrecken, denn wenn es schwierig werden sollte, will ich sicher sein, dass ein älterer Bruder hinter mir steht, der nicht zulassen wird, dass sein kleiner Bruder beleidigt wird. Mehr brauchen wir nicht."

EU: Irak soll Migranten zurückrufen

Brüssel verhandelt derzeit auch mit der Regierung des Irak, von wo ein Großteil der Menschen stammt, die über Belarus an die Grenze zur EU kommen. Ahmed Al-Sahhaf, Sprecher des Außenministeriums in Bagdad:

"Es laufen politische und diplomatische Diskussionen mit unseren Partnern und Freunden in der EU. Wir unterstreichen dabei die Menschenrechte und fordern alle, die aus dem Irak stammen, auf, freiwillig zurückzukehren. Wir stellen dafür Flugzeuge der Iraqi Airways bereit."

Am 15. November treffen sich die Außenminister der Europäischen Union . Der Themenkomplex EU, Belarus und Russland dürfte ganz oben auf der Agenda stehen.