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Dramatische Lage: Triage in Salzburger Krankenhäusern?

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Von Euronews
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Intensivstationen arbeiten in Salzburg an der Belastungsgrenze
Intensivstationen arbeiten in Salzburg an der Belastungsgrenze   -   Copyright  Waltraud Grubitzsch/(c) dpa-Zentralbild

Die Krankenhäuser im österreichischen Bundesland Salzburg arbeiten an der Belastungsgrenze. Wegen der dramatischen Coronalage auf den Intensivstationen haben die Salzburger Landeskliniken ein Triage-Team aufgestellt. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen.

Die Behandlung aller Patientinnen und Patienten nach geltenden Standards könne dort bald nicht mehr garantiert werden, heißt es. Laut dem Sprecher der Kliniken soll das Team künftig darüber beraten, wer noch intensivmedizinisch behandelt werden kann und wer nicht.

Salzburg verzeichnet derzeit mit mehr als 1.500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich.

Im ganzen Land gelten seit Montag Ausgangsbeschränkungen für ungeimpfte Personen. Zusätzliche Polizeistreifen kontrollieren, ob Betroffene geimpft oder in den letzten 180 Tagen von einer Covid-19-Infektion genesen sind.

Und dabei sei die Toleranzgrenze der Polizei sehr niedrig, erklärt die Beamtin Lisa Sandriesser aus Klagenfurt. "Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass der Lockdown eingehalten wird."

Auch in Deutschland, wo in Berlin und Brandenburg seit Montag die 2G-Regel gilt, wird der Ruf nach bundesweit strengeren Maßnahmen lauter.

Die Stadt München hat beschlossen, ihren traditionellen Christkindlmarkt rund um das Rathaus abzusagen.

Immer mehr Politiker, darunter CSU-Chef Markus Söder, plädieren für eine Anwendung von 2G im ganzen Land. Der Freistaat Bayern verzeichnet neben Sachsen derzeit die höchsten Inzidenzwerte.