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Wut im Netz: "Schwarze haben für manche weder Vornamen noch unterschiedliche Gesichter"

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Von Alexandra Leistner
Edouard Mendy beim Aufwärmen vor einem Champions League-Spiel zwischen Man City und Chelsea im Mai 2021.
Edouard Mendy beim Aufwärmen vor einem Champions League-Spiel zwischen Man City und Chelsea im Mai 2021.   -   Copyright  Manu Fernandez/AP

Chelsea-Torwart Edouard Mendy hat im Netz seinem Ärger über britische und französische Medien Luft gemacht. In einem Instagram-Post machte er auf die Verwechslung zwischen ihm, und den Fußballern Ferland Mendy und Benjamin Mendy aufmerksam.

Letzterer ist derzeit im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit in Frankreich und Großbritannien, weil gegen ihn ein Strafverfahren wegen Vergewaltigung in sechs Fällen und sexueller Belästigung in einem Fall läuft.

Unterschiedliche große Medien, darunter Le Parisien, hatten über den Fall Benjamin Mendy berichtet - begleitet von Fotos von Edouard und Ferland Mendy.

"Es ist wirklich traurig zu sehen, dass im Jahr 2021, sei es in Frankreich oder in England, für manche, Schwarze weder Vornamen noch unterschiedliche Gesichter haben", schrieb Edouard Mendy auf Instagram.

"Diese 'Fehler' bei den Fotos scheinen nebensächlich. Sie sind aber zuhöchst symbolisch. Es ist nicht schwer, zwei Gesichter zu unterscheiden, vor allem, wenn das Trikot eine große Hilfe ist", ärgerte sich Edouard Mendy.

Den Post teilte dann auch Ferland Mendy auf Twitter und fügte hinzu: "Es wird Zeit brauchen, aber am Ende werdet ihr uns respektieren! Ob ihr es wollt oder nicht."

Ferland Mendy steht bei Real Madrid unter Vertrag und spielt in der französischen Nationalmannschaft.

Auch Benjamin Mendy spielt bei den "Bleus", mit denen er 2018 die Weltmeisterschaft gewann. Sein Vertrag bei dem Verein Manchester City wurde im September ausgesetzt. Er sitzt in einem Gefängnis in Liverpool in Untersuchungshaft. Sein Antrag auf Entlassung gegen Kaution wurde abgelehnt.