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Migrantenkrise: Polnische Helfer fordern Hilfskorridor

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Von su  mit dpa
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Migrantenkrise: Polnische Helfer fordern Hilfskorridor
Copyright  Czarek Sokolowski/Associated Press

In Polen haben sich in der Grenzstadt Hajnowka im Osten Dutzende Menschen versammelt, um ihre Solidarität mit Migranten zu bekunden, die an der belarussischen Grenze festsitzen.

Sie bitten die polnische Regierung, die NGOs aktiv werden zu lassen und den Migranten zu helfen.

"Gäste aus #Belarus kommen, um an der polnischen Grenze Asyl zu beantragen."

Kaja Jasienko, Rechtsanwältin aus Wroclaw/Breslau:

"Was wir im Moment von der polnischen Regierung fordern, ist: Bitte öffnet einen Korridor, lasst die humanitären Organisationen, lasst die medizinischen Organisationen in den Wald, in die Sperrzone."

Agnieszka Jusis, freiwillige Helferin aus Warschau:

"Ich möchte diesen Leuten helfen, diesen Kindern. Ich meine, wir sollten etwas machen. Selbst wenn wir nur protestieren, aber wir sollten unserer Regierung, unserem Präsidenten, unserem Ministerpräsidenten zeigen, dass wir hier sind, wir sind nicht einverstanden mit dem, was sie tun."

Die polnische Polizei veröffentlichte Aufnahmen vom Grenzgebiet zu Belarus (in der Nähe von Kuznica), das offenbar vollständig von Migrantenlagern geräumt wurde.

Belarus hat etwa 2.000 Migranten, die unter eisigen Bedingungen lebten, in ein nahe gelegenes Lagerhaus gebracht.

Polen wirft Belarus vor, "die Taktik geändert zu haben" und "kleinere Personengruppen an mehrere Punkte entlang der Ostgrenze der Europäischen Union zu lenken", so der Verteidigungsminister.

TAUSENDE WARTEN

Die Europäische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben. Die Menschen aus dem Irak, aus Syrien und
Afghanistan sind über Touristenvisa in Belarus eingereist.

Im Westen der Ex-Sowjetrepublik warten seit rund zwei Wochen Tausende Migranten darauf, dass sich die Grenze zu Polen öffnet. Sie wollten bleiben, bis die EU sie reinlasse, sagten zahlreiche Iraker und Syrer einem Reporter ("dpa") in der Notunterkunft in einer Lagerhalle in Brusgi. Der Grenzpunkt dort ist mit Betonbarrieren und Stacheldraht verschlossen.

su mit dpa