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"Ich glaubte zu sterben": Bericht von Gewalt zwischen Judoka und Freund schockiert Frankreich

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Von euronews
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Alain Schmitt (links) und Margaux Pinot (rechts) äußerten sich beide vor der Presse. Beide weisen Gesichtsverletzungen auf.
Alain Schmitt (links) und Margaux Pinot (rechts) äußerten sich beide vor der Presse. Beide weisen Gesichtsverletzungen auf.   -   Copyright  ANNE-CHRISTINE POUJOULAT/AFP

Die französische Judo-Olympiasiegerin Margaux Pinot wirft ihrem Trainer und Lebensgefährten Alain Schmitt vor, sie schwer misshandelt zu haben. Auf einer Pressekonferenz sagte die von Gesichtsverletzungen gezeichnete 27-Jährige, Schmitt - früher selbst Weltklasse-Judoka - habe während einer Auseinandersetzung in der Wohnung des Paares versucht, sie zu töten.

Schmitt, der vorläufig festgenommen wurde, weist den Vorwurf zurück.

Pinot hatte zuerst in sozialen Medien von der Gewalt erzählt. Sie postete ein Bild von sich mit zahlreichen Hämatomen und fragte in einem weiteren Beitrag: 

"Was ist ihre verleumderische Verteidigung angesichts meiner Verletzungen und des Bluts, das auf dem Boden meiner Wohnung liegt, wert?

Was hat gefehlt? Vielleicht der Tod am Ende?

Wahrscheinlich war es Judo, das mich gerettet hat. Und meine Gedanken sind auch bei denen, die nicht das Gleiche sagen können."

„Er versucht weiterhin, mich als hysterische Frau darzustellen"

„Er lügt. Er versucht weiterhin, mich als hysterische Frau darzustellen. (...) Es waren Faustschläge, mein Kopf wurde auf den Boden geschlagen und er hat mich gewürgt“, so Pinot. Sie sagte: „Er packte mich an den Haaren und warf mich auf den Boden. Ich lag auf dem Rücken, er setzte sich auf mich und schlug mit beiden Händen auf mich ein. Ich habe versucht, ihn aufzuhalten. (...) Ich konnte ihn zur Seite schieben, aufstehen und in den Flur rennen. Er holte mich ein und zog mich an den Haaren. Ich sagte mir: 'Entweder du schaffst es, dich zu befreien, oder du bist tot'", so die 27-Jährige.

„Sie stürzte sich auf mich"

Schmitt schilderte seine Sichtweise wie folgt: „Sie stürzte sich auf mich, packte mich am Kragen. Ich wich zurück, sie schleuderte mich gegen den Türpfosten, ich schlug mit dem Kopf auf." Und weiter sagte der 38-Jährige: „Seit Jahren haben wir eine Beziehung, die ein wenig besonders ist, um es freundlich zu sagen. Ich habe sie mehrmals aufgefordert, den Verein zu verlassen. Sie sagte mir: Warum gehst Du nicht? Irgendwann muss jemand eine Entscheidung treffen, und ich bin der Trainer."

Israels Verband will Schmitt nicht mehr

Der ebenfalls Gesichtsverletzungen aufweisende 38-Jährige sagte, es sei zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin zum Kampf gekommen, da sie nicht wollte, dass er sein neues Amt als Nationaltrainer von Israel antrete. Der israelische Verband hat inzwischen von einer Verpflichtung des Franzosen Abstand genommen.