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Tokio 2020: Erfahrungen und Erinnerungen

Von Damon Embling
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My Tokyo
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In dieser brandneuen Ausgabe von "My Tokyo" berichten ein US-amerikanischer Fotograf und ein französischer Radioreporter über ihre Erfahrungen und Erinnerungen an die Olympischen Sommerspiele und die Erkundung der Stadt selbst.

Kein größeres Ereignis

Patrick Smith, Fotograf bei Getty Images, war "begeistert", dieses Jahr nach Tokio zu reisen, nachdem er Japan schon einmal besucht und sich in das Land verliebt hatte.

"Als professioneller Sportfotograf gibt es kein größeres Ereignis als die Olympischen Spiele", meint er. 

"Bei den Spielen 2020 in Tokio im Nationalstadion zu sein und über die Leichtathletik zu berichten, lässt dein Herz und das der Sportler höher schlagen", schwärmt er.

"Disziplinen wie den Stabhochsprung zu fotografieren, bei dem ein Sportler durch die Luft schwebt, und die ikonischen Ansichten des Stadions zu sehen, die Holzarbeiten der Überdachung, ist sehr historisch und etwas, das ich nie vergessen werde."

Ein "Vergnügungspark des echten Lebens"

Für Patrick Smith ist Tokio eine faszinierende Stadt, die ihn immer wieder aufs Neue beeindruckt.

"Jeden Abend, wenn ich aus dem Stadion zurückkam, sprach ich nicht mit meinen Kollegen. Man hat aus dem Fenster geschaut", sagt er.

"Du hast den Tokyo Tower gesehen, der aussieht wie der Eiffelturm. Es ist die Freiheitsstatue, wie in New York."

Er vergleicht Tokio mit einem "Vergnügungspark des wirklichen Lebens, was die Schönheit der Stadt ausmacht".

Er erklärt: "Es sind die Tempel, an denen man vorbeikommt. Man kann in einer Minute aus dem Zug steigen und zu einem Tempel gehen und zehn Schritte später in einem anderen Teil der Stadt sein. Es ist die Geschichte. Es ist das Neue, es ist das Alte."

Tokio lässt Herzen höher schlagen

Zu Hause in Amerika teilt Patrick seine Fotoerinnerungen aus Tokio mit seinen beiden kleinen Kindern.

"Wenn ich meinen Kindern von Tokio erzähle, dann sage ich ihnen, wie sicher es ist. Sie werden mit offenen Armen empfangen, egal was passiert", sagt er. _"Ich schwärme Ihnen vom Essen vor." _

Der Fotograf hofft, seine Familie nach Tokio mitnehmen zu können, um all die Dinge zu erleben, die er gesehen hat.

Glücklich, Journalisten zu sehen

Olivier Pron, ein leitender Sportreporter von Radio France Internationale (RFI) mit Sitz in Paris, war noch nie in Tokio gewesen. Obwohl ihm die Olympischen Spiele nicht fremd waren, da er bereits zweimal darüber berichtet hatte.

"Die Japaner haben sich sehr über unseren Besuch gefreut", sagt er gegenüber My Tokyo über den Empfang, den er an den Sportstätten erfuhr.

Tempel des Sports

Er erinnert sich an zwei besondere Sporthallen, die ihm im Gedächtnis blieben: "Zwei Tempel des Sports: Der Budokan, denn wenn man nach Japan kommt, muss man sich für Judo interessieren. Es ist dort der Königssport. Es ist ein Ort mit einer besonderen Architektur, die die Leute wirklich beeindruckt", erklärt der Sportreporter.

_"Dann der Sumo-Tempel, der Kokugikan heißt. Dort fanden die Boxwettbewerbe statt. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie Sumo-Kämpfe an diesem besonderen Ort ausgetragen werden." _

Tokios Vergnügungsviertel

Olivier Pron verbrachte einen Großteil seiner Zeit in Tokio, um über die Olympischen Spiele zu berichten. Aber er lernte auch die Stadt ein bisschen kennen.

"Am letzten Tag haben wir natürlich Shibuya besucht, denn das ist das ikonische Viertel von Tokio. Wir waren dort, um die Kreuzung zu sehen, die in der ganzen Welt bekannt sind", erinnert er sich.

"Und wir waren auf dem Shibuya Scramble Square, auf dem Wolkenkratzer gibt es eine Sky-Aussichtsplattform. Von dort aus hat man einen Rundumblick auf Tokio."

Das Vermächtnis von Tokio

Für den Sportreporter ist das Vermächtnis der Olympischen Spiele 2020 in Tokio die perfekte Organisation: 

"Sie haben gezeigt, dass man in Zeiten einer Pandemie die Spiele organisieren kann. Andere Länder hätten das vielleicht nicht hinbekommen, aber Tokio hat es geschafft."