Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Krankenhäuser in Frankreich wegen Ungeimpfter am Limit

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit AFP
euronews_icons_loading
Krankenhäuser in Frankreich wegen Ungeimpfter am Limit
Copyright  AFP

Jede Sekunde werden zwei Menschen in Frankreich positiv auf das Coronavirus getestet. Das sagt der Gesundheitsminister. Und die Krankenhäuser sind schon wieder am Limit. Die Krankenschwestern und Pfleger sind am Ende ihrer Kräfte, ihre Kolleginnen und Kollegen fallen aus, weil sie sich mit Omikron angesteckt haben, andere, immer noch nicht Geimpfte dürfen nicht zur Arbeit. Somit ist der Druck auf die, die arbeiten, noch größer. Und die Patientiennen und Patienten sind häufig die, die sich nicht impfen ließen.

Yohann Mourier, stellvertretender Direktor des Krankenhauses Delafontaine: "Heute halten die Teams durch, trotz der Entmutigung, trotz der Erschöpfung. Die Besonderheit dieser 5. Welle besteht darin, dass es sich heute um Teams handelt, die ihre letzte Kraft aufwenden, um größtenteils Patienten zu behandeln, die wir nicht hätten, wenn sie geimpft wären."

Aus dem Süden Frankreichs sind Patienten in den Norden, nach Lille, geflogen worden. Einer davon ist über 60 Jahre alt und ungeimpft, und hat jetzt einen schweren Verlauf entwickelt. Er schwebt in Lebensgefahr.

Eine Krankenschwester sagt: "Es ist schwierig, wir haben das Gefühl, dass wir zu der Situation zurückkehren, die wir vor zwei Jahren erlebt haben. Und vor allem mussten wir aus unserem Urlaub zurückkommen, um uns dieser neuen Welle zu stellen."

Gestrichener Urlaub, Überstunden, abgesagte Operationen, - Ausnahmezustand und das täglich. Das Krankenhauspersonal hofft, dass ihre Hilferufe, vier Monate vor der Präsidentschaftwahl, von der Politik gehört werden.