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Serbiens Präsident wütend auf Australien wegen Djokovic: "Warum misshandeln Sie ihn?"

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Von Euronews mit AFP
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Serbiens Präsident Aleksandar Vucic macht dem australischen Ministerpräsidenten in Sachen Novak Djokovic heftige Vorwürfe.

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Serbiens Präsident Aleksandar Vucic macht Australien heftige Vorwürfe in Sachen Novak Djokovic. Und der Staatschef macht seinem Unmut auf Instagram Luft.

"Warum misshandeltn Sie ihn, warum greifen Sie nicht nur ihn, sondern auch seine Familie und die ganze Nation an", sagte Vucic auf Instagram.

Novak Djokovic liefert sich seit Tagen ein Tauziehen mit den australischen Behörden, weil der nicht geimpfte Tennisstar an den Australian Open in Melbourne teilnehmen möchte. Er war mit einer Ausnahmegenehmigung eingereist, die dann aber nicht anerkannt wurde.

Der australische Ministerpräsident Scott Morrison hatte die Ausweisung von Novak Djokovic verteidigt. Politische Beobachter weisen darauf hin, dass sich der Regierungschef wenige Monate vor Neuwahlen als Verteidiger seiner Bürgerinnen und Bürger profilieren will.

"Die Pandemie war unglaublich schwierig für die Australier, aber wir haben zusammengehalten und Leben und Arbeitsplätze gerettet", erklärte Scott Morrison. "Die Australier haben während dieser Pandemie viele Opfer gebracht, und sie haben das Recht zu erwarten, dass das Ergebnis dieser Opfer geschützt wird. Das tut der Minister, indem er heute diese Entscheidung trifft. Unsere strenge Grenzschutzpolitik hat die Australier vor Covid und nun während der Pandemie geschützt. Angesichts der laufenden rechtlichen Verfahren werde ich keine weiteren Kommentare abgeben."

Entscheidung am Sonntag: Aufschlagen oder Abfliegen?

Der Schlussakkord in der Causa Djokovic wird nach jetzigem Stand erst am Sonntag gesetzt. Davor sind zwei Anhörungen des Serben geplant, eine vor der Einwanderungsbehörde, eine zweite vor einem Bundesgericht in Melbourne. Medienberichten zufolge wird Djokovic nach der gerichtlichen Anhörung Zeit eingeräumt, um sich mit seinen Anwälten zu beraten. Dann folgt eine wahrscheinlich unruhige Nacht in der Abschiebeeinrichtung, in dem der Serbe bereits die ersten Tage nach seiner Ankunft in Melbourne unfrewillig verbringen musste: dem Park-Hotel. Anschließend wird die abschließende Entscheidung des Bundesgerichts erwartet.

Erst unmittelbar vor dem offiziellen Beginn der Australian Open am Montag dürfte also feststehen, ob der Titelverteidiger wie von ihm erhofft in der 1. Runde gegen Landsmann Miomir Kecmanović aufschlagen darf.

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