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"Extrem gefährlich": Weißes Haus rechnet „jederzeit“ mit russischem Angriff auf Ukraine

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Von Euronews  mit dpa
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Russische Panzer auf der Krim
Russische Panzer auf der Krim   -   Copyright  AP

Ist eine kriegerische Eskalation des Ukraine-Konflikts noch abzuwenden? Angesichts der Spannungen warnt die US-Regierung vor einer möglichen Invasion Russlands im Nachbarland.

Lage "extrem gefährlich"

Russische Truppen kommen seit dem Wochenende im Nachbarland Belarus an - offiziell für "Militärübungen". Die USA kritisieren die Truppenverlegung als "Machtdemonstration", die darauf abziele, eine Krise auszulösen oder einen falschen Vorwand für einen Einmarsch Russlands in die Ukraine zu schaffen.

Die Lage könne jederzeit eskalieren, so die Warnung aus dem Weißen Haus. "Präsident Putin hat diese Krise verursacht, indem er hunderttausend Truppen entlang der ukrainischen Grenze zusammengezogen hat", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki.

"Dazu gehören die russischen Streitkräfte, die kürzlich nach Belarus einmarschiert sind, und weitere Übungen an der Ostgrenze der Ukraine. Wir halten die Situation für extrem gefährlich. Wir befinden uns jetzt in einer Phase, in der Russland jederzeit einen Angriff auf die Ukraine starten könnte."

Auf der Suche nach einem diplomatischen Ausweg aus der Krise reist US-Außenminister Antony Blinken an diesem Mittwoch zu Gesprächen nach Kiew. Dort trifft er Präsident Wolodymyr Selenskyj und den Außenminister des Landes, Dmytro Kuleba. Es gehe ihm darum, die Unterstützung der USA "für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zu bekräftigen", hieß es vorab.

Auch Gespräch mit Lawrow geplant

Am Donnerstag wird Blinken in Berlin erwartet, dann geht es weiter zu einem Krisentreffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach Genf. Russland habe zwei Möglichkeiten: "Diplomatie und Deeskalation oder Eskalation und massive Konsequenzen", mahnte das US-Außenministerium vorab.

Angesichts der wachsenden Spannungen mit Moskau hat Schweden seine Militärpräsenz auf der Ostseeinsel Gotland verstärkt. Die Streitkräfte seien "bereit, ihre Werte zu verteidigen", hieß es aus Stockholm.