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Covid-19: Neue Rekord-Inzidenz - doch wie steht es um PIMS bei Kindern?

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Von Euronews
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Mutter mit Kindern in Deutschland - Symbolbild
Mutter mit Kindern in Deutschland - Symbolbild   -   Copyright  Bernd von Jutrczenka/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Das Robert Koch-Institut meldet an diesem 10. Februar eine leicht gestiegene 7-Tage-Inzidenz von 1465,4 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das ist ein weiterer Rekordwert - nach 247 862 Neuinfektionen in 24 Stunden in Deutschland. Verstorben sind laut RKI an einem Tag weitere 236 Covid-19-Patientinnen und -Patienten.

In der Hauptstadt Berlin ist die Inzidenz in den vergangenen Tagen gesunken. Mit einer Inzidenz von fast 3.900 liegt der Landkreis Eichstätt in Bayern bundesweit derzeit an der Spitze der Neuinfektionen.

Etwa 1.000 Fälle von PIMS bei Kindern in Deutschland

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) hat neue Zahlen zu PIMS, dem "Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome", seit Beginn der Pandemie vorgelegt. "Mit der Dunkelziffer dürften es insgesamt in etwa 1000 PIMs-Betroffene sein“, sagte der Kinder- und Jugendmediziner Jakob Armann vom Universitätsklinikum Dresden, der die Meldungen ans Register verwaltet.

Die Symptome von PIMS

PIMs-Symptome sind laut Datenerhebung der DGPI vor allem hohes Fieber, juckende Augen, entzündete Schleimhäute, Schwellung der Halslymphknoten, Hautausschläge, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Kreislaufbeschwerden sowie Bauchschmerzen.

PIMs ist ein Entzündungssyndrom, das mehrere Wochen nach der Ansteckung mit dem Coronavirus bei Kindern auftreten kann, die nur sehr milde oder kaum Symptome von Covid-19 hatten.

Dem Berliner Tagesspiegel sagte Jakob Armann, momentan seien PIMS-Fälle bei geimpften Kindern noch die Ausnahme, es gebe auch bereits erste Daten, dass die Impfung einen schützenden Effekt in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der PIMS Entstehung habe.

Welchen Einfluss die Omikron-Variante auf PIMS hat, ist laut Expertinnen und Experten noch nicht wirklich klar. Eigentlich ist davon auszugehen, dass mehr Ansteckungen auch mehr erkrankte Kinder bedeuten.

Petition "Wir werden laut" mit mehr als 130.000 Unterschriften

Mit der Petittion "Wir werden laut" initiiert von Anjo Genow, Schulsprecher am Otto-Nagel-Gymnasium Biesdorf in Berlin haben sich Jugendliche zu Wort gemeldet. Sie richtet sich an Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, Gesundheitsminister Karl Lauterbach und die Präsidentin der Kultusminister:innenkonferenz Karin Prien. Inzwischen haben mehr als 130.000 die Petition von mehr als 100 Schulsprecher:innen unterzeichnet.

Die Schülerinnen und Schüler fordern mehr Tests und Luftfilter an Schulen, aber auch "Bildungspflicht statt Präsenzpflicht: Schüler:innen müssen mit ihren Familien selbst entscheiden können, in welcher Art der Beschulung sie sich wohler und sicherer fühlen. Distanzunterricht muss eng durch pädagogisches Personal begleitet werden und Schulen müssen bei der Umsetzung aktiv und praxisnah unterstützt werden."