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Ukrainische Diaspora in Italien: "Ich mache mir große Sorgen"

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Von Euronews
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Gebet für die Heimat: Die ukrainische Gemeinde in Rom.
Gebet für die Heimat: Die ukrainische Gemeinde in Rom.   -   Copyright  AP Photo/Gregorio Borgia

In Italien leben rund 200.000 Menschen mit ukrainischen Wurzeln – es ist die größte ukrainische Diaspora innerhalb der EU. Die meisten von ihnen leben im Norden Italiens, rund 80 Prozent sind Frauen, viele arbeiten als Pflegerinnen oder Reinigungskräfte.

Die angespannte Lage in der Heimat macht ihnen Sorgen."Die Sowjetunion war in Ordnung, ich konnte damals umsonst studieren. Und wir haben gute Löhne bekommen", sagt eine Frau, die in einem Hotel angestellt ist. "Als wir uns von Russland abgespalten haben, gab es dann große Probleme. Jetzt reden sie von Krieg. Aber die armen Leute in der Ukraine haben vielleicht keine Angst, weil es für sie nicht viel schlimmer werden kann, als es schon ist.“

Ein Mann sagt: "Ich mache mir wirklich Sorgen. Denn unser großer Freund Russland schadet uns Ukrainern seit Jahrhunderten.“

Und so versuchen einige, Familienmitglieder nach Italien zu holen, bevor die Lage eskaliert. Eine Frau trifft am Flughafen in Mailand mit ihrer Mutter aus der Ukraine ein: "Ich komme ursprünglich aus einer Stadt ganz nah an der Grenze zu Russland. Die Situation ist sehr angespannt. Die Menschen haben Angst, weil dort Truppen stationiert wurden und die Leute sagen, dass morgen oder übermorgen die russische Invasion losgehen wird. Die Lage ist sehr ernst. Deshalb habe ich meine Mutter nach Italien geholt, ich möchte wenigstens sie retten. Was kann ich denn sonst tun?“

Andere suchen Trost in der ukrainischen Gemeinde von Rom und hoffen, dass der Konflikt doch noch diplomatisch gelöst werden kann.

Weitere Quellen • RAI