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Russland-Ukraine-Krise: Putin und Biden stimmen Gipfeltreffen zu

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Von Euronews  mit DPA
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Ukrainischer Soldat feuert Panzerabwehrwaffe während einer Übung ab
Ukrainischer Soldat feuert Panzerabwehrwaffe während einer Übung ab   -   Copyright  AP Photo/Vadim Ghirda

Nahe der Grenze zur Ukraine lassen russische und belarussische Truppen weiter die Muskeln spielen. Eigentlich sollten die gemeinsamen Militärmanöver am Sonntag enden, doch Moskau und Minsk haben sie verlängert. Grund sei die „Verschärfung der Lage in der Ostukraine“.

150.000 russische Soldaten an Grenze

Die Nato reagierte „beunruhigt“, die Furcht vor einem möglichen russischen Großangriff auf die Ukraine wächst. 

Zuletzt hatten US-Medien in Berufung auf Geheimdienstinformationen berichtet, dass sich 40 bis 50 Prozent der mehr als 150.000 russischen Soldaten an der ukrainischen Grenze in Kampfformation begeben hätten und jederzeit bereit zum Angriff seien.

Biden und Putin stimmen Gipfeltreffen zu

Ein Krisentreffen soll dieses Schreckensszenario verhindern. US-Präsident Joe Biden und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin stimmten in der Nacht einem gemeinsamen Gipfel zu. Bedingung an Russland: Vorher darf es keine Invasion der Ukraine geben.

Vermittelt hatte der französische Präsident Emmanuel Macron – in stundenlangen Telefongesprächen mit Biden und Putin. Dabei ging es auch um die Spannungen in der Ostukraine. Macron sieht die Schuld bei den russischen Separatisten, Moskau wirft der Ukraine vor, für die Eskalation verantwortlich zu sein.

In einer Erklärung des Kremls heißt es: "In Anbetracht der aktuellen Lage in der Ostukraine hielten es die beiden Präsidenten für sinnvoll, die Suche nach einer diplomatischen Lösung zwischen den Außenministern und politischen Beratern der Staatsoberhäupter der Länder des Normandie-Formats zu intensivieren."

Ziel sei, dass in der Ostukraine der Waffenstillstand wieder eingehalten werde und dass es Fortschritte bei der Beilegung des Konflikts gebe.

Telefondiplomatie auf Hochtouren: Macron sprach auch mit Wolodymyr Selenskyj, Olaf Scholz und Boris Johnson.

OSZE: 1500 Verstöße gegen Waffenruhe

Entlang der Frontlinie im Donbass beschuldigen sich ukrainische Regierungstruppen und von Russland unterstützte Rebellen weiter gegenseitig, den Konflikt zu befeuern.

Die OSZE meldete erneut über 1500 Verstöße gegen die Waffenruhe und berief für heute eine Sondersitzung ein. In Brüssel beraten zudem die Außenminister der EU-Staaten über das weitere Vorgehen.

Derweil evakuieren die pro-russischen Separatisten weiter Dutzende von Zivilisten aus der Konfliktzone – mit Zügen in Richtung Russland.