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Ukraine-Konflikt: "Sollen wir uns spalten lassen? Das ist nicht unser Krieg"

Ukraine-Konflikt: "Sollen wir uns spalten lassen? Das ist nicht unser Krieg"
Copyright Sergei Grits/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Andrea Büring
Zuerst veröffentlicht am
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Die Menschen in der Ukraine bereiten sich wider Willen auf einen Krieg vor. Sie fühlen sich vom Westen im Stich gelassen. Viele haben Verwandte im Gebiet, das von Separatisten kontrolliert wird.

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Die Menschen in der Küstenstadt Mariupol genossen am Samstag einen warmen Nachmittag am Strand, während die Separatistenführer in der Ostukraine eine vollständige Mobilisierung des Militärs anordneten.

Landwirte in Dörfern nahe der Grenze zur Separatistenregion reparierten Feldmaschinen, nachdem in der Nacht zuvor Explosionen zu hören waren.

Das ist nicht unser Krieg, das ist ihr Krieg und wir sind diejenigen, die darunter leiden.
Wladimir
wohnt in der Krisenregion

Wladimir, der seinen Nachnamen nicht nennen will, lebt in der Nähe des Gebietes, das von prorussischen Separatisten kontrolliert wird.

"Was sollten sie tun? Sie sollten sich hinsetzen und miteinander reden wie Menschen. Wie schwer ist das? Ich habe dort (im Rebellengebiet) Verwandte, meine Frau hat Verwandte in Lviv", erklärt er. "Sollen wir kämpfen, sollen wir uns spalten lassen? Das ist nicht unser Krieg, das ist ihr Krieg (er spricht von der Staatsführung) und wir sind diejenigen, die darunter leiden."

Die Menschen in Kiew hoffen, dass die Spannungen in der Ostukraine nicht weiter eskalieren, nachdem die Gewalt zwischen den ukrainischen Streitkräften und den prorussischen Separaisten in den letzten Tagen zugenommen hat.

Die 30-jährige IT-Spezialistin Alona sagt, "wir versuchen, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten. Aber wir sind natürlich besorgt um unsere Familien und Verwandten, die in unserer Heimatstadt Charkiw (Ostukraine) geblieben sind. Wir hoffen, dass sich die Lage bessert und ruhiger wird als jetzt."

Victoria wohnt in der Hauptstadt, sie gibt sich gelassen. "Ich denke, es ist Propaganda, die künstlich erzeugt wird. Wir sind für den Frieden auf der ganzen Welt", sagt sie.

Auch in Kiew beugen die Menschen vor. Bei einem Überlebenstraining lernten Frauen, wie sie sich im Falle einer größeren Eskalation am besten schützen können.

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