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Mordanschlag von Tschetschenen auf Präsident der Ukraine Selenskyj offenbar vereitelt

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Von Euronews  mit AP
Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj
Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj   -   Copyright  AP/Ukrainian Presidential Press Office

Offenbar hat es bereits einen Mordanschlag auf den Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj gegeben. Der 44-jährige ehemalige Schauspieler hat schon vor Tagen eingestanden, er wisse nicht, wie lange er noch im Amt sein und wie lange er noch leben werde. Es gilt als ein Ziel des russischen Einmarsches, die Regierung in Kiew abzusetzen.

Laut dem Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, Oleksij Danilow, ist ein Anschlag tschetschenischer Söldner auf den Präsidenten gescheitert. Danilow erklärte im ukrainischen Fernsehen: "Sie sind gescheitert, wir haben sie eliminiert."

Danilow sagte auf "Ukraine 24 TV", Agenten des russischen Inlandsgeheimdienst FSB hätten das tschetschenische Komplott verraten, da sie gegen den Krieg seien. Diese Information ist besonders brisant, da der FSB eine Umbenennung des ehemaligen KGB ist, für den Wladimir Putin - auch in der DDR - tätig war.

Nach den Berichten von Danilow hatten sich die mutmaßlichen Attentäter aus Tschetschenien in zwei Gruppen aufgeteilt, eine wurde demnach in der Nähe von Hostomel in der Nähe von Kiew eliminiert.

Der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien Ramsam Kadyrow - ein enger Verbündeter des russischen Staatschefs - hatte gleich nach dem Einmarsch in die Ukraine angeboten, 12.000 Männer zu mobilisieren, die an der Seite der russischen Truppen kämpfen würden, sobald der "Oberste Befehlshaber" Wladimir Putin dies verlange. "Das sind Freiwillige, die bereit sind, jederzeit an jeder Sonderoperation teilzunehmen, um unseren Staat und unser Volk zu schützen", sagte Kadyrov - wie LE FIGARO berichtet.

Diese "Freiwilligen" - oft in schwarzen Uniformen - sind unter dem Namen "Kadyrowzi" bekannt und gelten als besonders grausam. Die Männer gehören zu einer paramilitärischen Miliz und werden seit ihrem Einsatz in den Tschetschenienkriegen in den 90er Jahren für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht.

Ramsan Kadyrow war laut Moscow Times mindestens der fünfte Chef einer russischen Region, der Opfer unter den eigenen Soldaten beim russischen Einmarsch in der Ukraine einräumte.

Das russische Verteidigungsministerium hatte am Sonntag zum ersten Mal zugegeben, dass es unter seinen Truppen in der Ukraine "getötete und verletzte" Soldaten gibt, ohne jedoch zu sagen, wie viele Opfer zu beklagen waren.

"Leider gibt es bereits Verluste unter den Einheimischen in der tschetschenischen Republik. Zwei sind gestorben, sechs weitere haben verschiedene Verletzungen erlitten", schrieb Kadyrow am Dienstag auf Telegram.

Zuvor hatten die Gouverneure der russischen Regionen Kalmückien, Kursk, Pensa und der Nordkauskasus-Republik Dagestan bekannt gegeben, dass Soldaten aus ihren Gebieten ums Leben gekommen sind.