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Außenminister Kuleba: Vergewaltigungen durch russische Soldaten in der Ukraine

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Von Euronews  mit Twitter, AP
Dmytro Kuleba - Außenminister der Ukraine
Dmytro Kuleba - Außenminister der Ukraine   -   Copyright  Valentyn Ogirenko/AP

Im Krieg geht als erstes die Wahrheit verloren. Das ist eine journalistische Regel, die sich in jedem internationalen Konflikt als wahr erwiesen hat. Was ist Realität, was ist Propaganda? In vielen Fällen ist das schwer zu sagen.

An diesem Freitag hat der Außenminister der Ukraine in einer Online-Veranstaltung des Chatham-House in London behauptet, dass Frauen von russischen Soldaten vergewaltigt wurden. Britische Medien wie EXPRESS zitieren Dmytro Kuleba mit den Worten:

"Wenn Bomben auf die eigenen Städte fallen, wenn Soldaten Frauen in den besetzten Städten vergewaltigen - und wir haben leider viele Fälle, in denen russische Soldaten ukrainische Frauen in Städten vergewaltigen -, dann ist es schwierig, über die Effizienz des internationalen Rechts zu sprechen."

"Aber es ist das größte zivilisatorische Instrument, das uns zur Verfügung steht, um sicherzustellen, dass am Ende alle, die diesen Krieg ermöglicht haben, vor Gericht gestellt werden."

"Die Russische Föderation wird als Land, das eine Aggression begangen hat, auch für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden."

"Wir nutzen alle verfügbaren Instrumente, einschließlich des IGH und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte."

In einem Skype-Interview mit CNN berichtet eine junge Frau ebenfalls von eine Vergewaltigung in einer Stadt im Süden der Ukraine. Und dass sie selbst Angst habe, ihre Wohnung zu verlassen.

Eine Woche nach dem Einmarsch hatten russische Truppen die Kontrolle über die Großstadt Cherson erlangt.

Auf Twitter berichtete Außenminister Kuleba, von russischen Fake News und Inszenierungen durch russische Truppen in Cherson. Er schreibt: "Wenn die Russen keine echten Ziele erreichen können, konzentrieren sie sich auf eine gefälschte Fernsehberichterstattung. Nachdem sie einen Fernsehturm in Cherson beschlagnahmt haben, planen sie eine Show: Russische Truppen leisten humanitäre Hilfe, während falsche 'Einheimische', die von der Krim eingeschleust wurden, eine gefälschte "Demo" für die "Vereinigung" der Region Cherson mit der Krim veranstalten."

Unabhängig nachprüfen lassen sich die Vorwürfe nicht.