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Internationaler Frauentag 2022 überschattet vom Krieg in Osteuropa

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Von Andrea Buring
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Internationaler Frauentag 2022 überschattet vom Krieg in Osteuropa
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Zum internationalen Frauentag haben sich Hunderte Demonstrierende zu Protesten in Paris versammelt. Sie forderten gleiche Rechte und Freiheiten sowie ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Während der Pandemie hatte diese mancherorts stark zugenommen. Vielerorts war auch ein Zurückdriften in alte Rollenmuster zu beobachten. 

Frauen auf der Flucht

Vor allem aber wurde der diesjährige 8. März vom Krieg in Osteuropa überschattet. In Brüssel zeigten sich die Anwesenden solidarisch, sie präsentierten Schilder, auf denen "Helft der Ukraine" und "Stoppt Putin" zu lesen war. 

Am Grenzübergang Siret in Rumänien wurden die flüchtenden Frauen mit Blumen begrüßt. Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen die Ukraine nicht mehr verlassen. Daher flohen in den vergangenen vor allem Frauen und Kinder zu Hunderttausenden das Land. Nach Angaben der Vereinten Nationen der schnellste Exodus in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Frauen und jungen Mädchen wurden wiederholt vor Menschenschleppern gewarnt.

Eine Flüchtende aus Winnyzja sagte, "das größte Geschenk für jede Frau wäre ein Ende des Kriegs. Ich habe versprochen, in mein Land zurückzukehren."

Russische Frauen ehren die Toten

Auch in St. Petersburg drehte sich der Tag um den Krieg in der Ukraine. Die Psychologin Alexandra Osminkina erklärte, "wir trauern um die Toten, vor allem um Zivilisten, um die Soldaten auf beiden Seiten. Um sie zu ehren, bringen wir ihnen Blumen, die unsere Männer uns zum 8. März geschenkt haben."

Mit Blumen gegen Gewalt - der Weltfrauentag 2022 wird wohl als ein besonderer in die Geschichte eingehen.