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Nicht mit USA abgestimmt: Doch keine MiG-29-Kampfjets aus Polen für die Ukraine

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Von Euronews  mit AP, AFP
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MiG-29 Kampfjets in Polen - ARCHIV
MiG-29 Kampfjets in Polen - ARCHIV   -   Copyright  Alik Keplicz/AP

Ein Angebot der polnischen Regierung, all ihre MIG-29-Kampfjets an die USA zu übergeben, um sie dem ukrainischen Militär zur Verfügung zu stellen, wurde vom Pentagon als "nicht haltbar" bezeichnet. Warschau wollte die Flugzeuge über die US-Basis in Ramstein in Rheinland-Pfalz - und damit über die NATO - der Ukraine zur Verfügung stellen.

Ursprünglich stammen diese Flieger aus DDR-Beständen und waren von Deutschland an Polen weitergegeben worden.

Der Pressesprecher des Verteidigungsministeriums in Washington, John Kirby, schrieb auf Twitter: "Wir werden uns weiterhin mit Polen und unseren anderen NATO-Verbündeten über dieses Thema und die schwierigen logistischen Herausforderungen, die es mit sich bringt, beraten, aber wir glauben nicht, dass Polens Vorschlag vertretbar ist."

Letztlich sei es eine Entscheidung der polnischen Regierung, ob sie die Kampfjets der Ukraine übergebe.

Und weiter: "Die Aussicht, dass Kampfjets, die "der Regierung der USA zur Verfügung stehen", von einem US/NATO-Stützpunkt in Deutschland aus in den Luftraum fliegen, der mit Russland wegen der Ukraine umstritten ist, gibt dem gesamten NATO-Bündnis Anlass zu ernster Sorge."

Die Ukraine hat um mehr Kampfflugzeuge gebeten, und Washington hat einen Vorschlag geprüft, nach dem Polen der Ukraine die Mig-29 liefern und im Gegenzug US-amerikanische F-16 erhalten würde. Die ukrainischen Piloten sind für den Einsatz von MiG-Kampfjets aus russischer oder sowjetischer Produktion ausgebildet.

Die Entscheidung Polens, diese Idee öffentlich zu machen, hat die US-Regierung offenbar überrascht.

Die USA sind sich sehr wohl bewusst, dass eine solche Entscheidung den Kampfeswillen der ukrainischen Armee stärken würde - angesichts der russischen Angriffe auf ukrainische Städte. Aber die Übergabe der Kampfjets durch die NATO bedeutet wohl vor allem ein erhöhtes Risiko für die Ausweitung des Krieges.

Russland hatte gewarnt, sollten Drittstaaten ukrainische Maschinen auf ihren Flugplätzen landen lassen, um dann russische Streitkräfte anzugreifen, werde als Einmischung in einen bewaffneten Konflikt gewertet werden. Die USA, Deutschland und zahlreiche NATO-Verbündete unterstützen Kiew mit Waffen und Ausrüstung.

08.03.2022
05:28

Mehr Informationen zu Tag 14 von Russlands Krieg in der Ukraine finden Sie in diesem Liveblog.

Viele Berichte kommen aus den sozialen Medien. Wir geben die Quellen an, weil viele nicht unabhängig geprüft werden kann.
  • Russland verspricht weitere "sichere Korridore" zur Evakuierung von Zivilpersonen an diesem Mittwoch.
  • Doch wurden rund um Mariupol auch Konvois angegriffen - die Situation in der von russischen Truppen besetzten Stadt bleibt dramatisch.
  • Laut ukrainischem Verteidigungsministerium sind bei den Kämpfen mehrere hochrangige russische Militärs getötet worden - darunter Generalmajor Vitaly Gerasimov, erster stellvertretender Befehlshaber der 41. russischen Armee
  • Am Donnerstag, den 10. März, sollten sich der russische und der ukrainische Außenminister - Sergei Lawrow und Dmytro Kuleba - in Ankara in der Türkei  treffen.
09.03.2022
16:59
Ukrainische Medien teilen ein Video, das den Angriff auf eine Geburtsklinik zeigen soll.
09.03.2022
15:36
Doch Wehrpflichtige aus Russland in der Ukraine
Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konachenko erklärte: "Leider wurden mehrere Fakten über die Anwesenheit von Wehrpflichtigen in den Einheiten der russischen Streitkräfte aufgedeckt, die an einer speziellen Militäroperation auf dem Gebiet der Ukraine teilnehmen. Fast alle diese Soldaten sind bereits in das russische Hoheitsgebiet zurückgezogen worden. Zur gleichen Zeit griff eine Sabotagegruppe des nationalen Bataillons eine der Einheiten an, die für die logistische Unterstützung zuständig waren. Eine Reihe von Soldaten, darunter auch Wehrpflichtige, wurden gefangen genommen. Derzeit werden umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Entsendung von Wehrpflichtigen in Kampfgebiete und die Freilassung von gefangenen Soldaten zu verhindern."
 
09.03.2022
15:04
The Kyiv Independent schreibt, dass Russland in Kherson 400 ukrainische Bürger festgenommen habe.
09.03.2022
15:01
Der Außenminister der Ukraine schreibt zu den Problemen am stillgelegten AKW Tschernobyl, dass die Notstrom-Aggregate nur für 48 Stunden ausreichten.
09.03.2022
14:40
Der ukrainische Außenminister schreibt auf Twitter, Russland halte in Mariupol 400.000 Menschen als Geiseln und blockiere Hilfsgüter sowie die Evakuierung. Mindestens 3.000 Babys brauchten dringend Nahrung und Medikamente.
09.03.2022
14:38


Die Europäische Union hat die "moralische Pflicht", die Ukraine zu einem Mitgliedstaat zu machen und sollte den Einsatz militärischer Mittel gegen die russische Aggression in Erwägung ziehen, das sagt Kaja Kallas, die Ministerpräsidentin von Estland.

In ihrer Rede im EU-Parlament in Straßburg erklärte Kallas, die EU habe sich "in einer Woche mehr verändert als in 30 Jahren" und forderte Brüssel auf, in modernste Verteidigungstechnologie zu investieren.
"Bei der Verstärkung der europäischen Verteidigung müssen wir innerhalb der EU einen Konsens darüber finden, dass der beste Weg zum Frieden manchmal die Bereitschaft ist, militärische Gewalt anzuwenden", sagte sie.
Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas im EU-Parlament - AP Photo/Pascal Bastien
09.03.2022
13:43
Netzbetreiber: AKW Tschernobyl ist ohne Strom
Laut des ukrainischen Netzbetreibers Ukrenerho ist das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl rund zwei Wochen nach der Einnahme durch russische Einheiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Durch Beschuss seien Stromleitungen beschädigt worden. Kampfhandlungen nördlich von Kiew verhindern demnach aktuell alle Reparaturarbeiten. Noch heute werden in Tschernobyl radioaktive Abfälle gelagert.

Kontakt zu Tschernobyl verloren - AKW unter Kontrolle Russlands

euronewsDie Datenfernübertragung aus Tschernobyl ist laut IAEO unterbrochen.
09.03.2022
11:40

Zum Kämpfen in die Ukraine: 14.500 Menschen eingereist 

Nach Angaben des ukrainischen Militärs sind in den vergangenen Tagen etwa 14.500 Menschen zum Kampfeinsatz in die Ukraine eingereist. 12.000 von ihnen seien heimkehrende Ukrainer, die sich der Landesverteidigung anschließen wollten, teilte die Armee am Mittwoch in Kiew mit. Zudem erwartet die Regierung in Kiew zahlreiche Ausländer, die eine sogenannte internationale Legion bilden könnten.

09.03.2022
10:20
Die Ukraine und Russland haben sich auf sechs Fluchtkorridore geeinigt, bei denen bis 20 Uhr heute Abend eine Waffenruhe gelten sollte.