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Euronews-Korrespondentin: "Die Menschen in Kiew wollen ihre Stadt verteidigen."

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Von euronews
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Eine Feuerwehrfrau tröstet eine Bewohnerin nach der Bombardierung eines Viertels in Kiew.
Eine Feuerwehrfrau tröstet eine Bewohnerin nach der Bombardierung eines Viertels in Kiew.   -   Copyright  Vadim Ghirda/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Russlands Armee bombardiert die ukrainische Hauptstadt Kiew weiter aus der Ferne, näher herangerückt ist sie bisher nicht. Euronews Korrespondentin Anelise Borges berichtet über die Lage vor Ort:

"Viele Menschen, die noch in Kiew, der ukrainischen Hauptstadt, leben, waren in der letzten Nacht - und werden wahrscheinlich auch heute, tagsüber, in Notunterkünften bleiben: Parkplätze, Keller und U-Bahn-Stationen haben sich in Bunker verwandelt, die einzigen derzeit sicheren Orte. Kiew gerät inmitten der Kämpfe zwischen russischen Truppen und der ukrainischen Armee immer stärker unter Beschuss.

"Der Bürgermeister von Kiew hat eine 35-stündige Ausgangssperre verhängt und erklärt, dies sei ein schwieriger Moment für die ukrainische Hauptstadt, mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, als mehrere Wohngebiete getroffen wurden," so Borges.

Borges hat mit den Menschen gesprochen, die trotz der Gefahr in Kiew geblieben sind. Sie sagt:

"Die Menschen, die in der einst pulsierenden Stadt, die drei Millionen Einwohner zählte, zurückgeblieben sind, sagen, dass sie bereit sind, weiter auszuharren und vor allem zu kämpfen. Die meisten von ihnen sind an der Widerstandsbewegung beteiligt und schwören nun, ihre Stadt zu verteidigen, komme was wolle.

Am Dienstag hat diese Krise einen weiteren düsteren Meilenstein erreicht: Mittlerweile sind mehr als drei Millionen Menschen vor dem Konflikt geflohen, sie haben die Grenze überquert, die Ukraine verlassen und sind so de facto zu Flüchtlingen geworden, laut der UNICEF sind die Hälfte davon Kinder."