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Raus aus dem Gas: Energiegipfel in Berlin überschattet von Russlands Krieg in der Ukraine

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Von Lena Roche  & Euronews
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Annalena Baerbock und Robert Habeck beim Energiegipfel in Berlin
Annalena Baerbock und Robert Habeck beim Energiegipfel in Berlin   -   Copyright  Lena Roche / Euronews

Der Berlin Energy Transition Dialogue soll den Kampf der neuen deutschen Regierung gegen den Klimawandel aufzeigen - organisiert im Außenministerium von Annalena Baerbock in Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und Klimaschutz-Minister Robert Habeck. Doch der Krieg in der Ukraine und der geplante Ausstieg aus Öl- und Gaslieferungen aus Russland überschattet das Event. Habeck und Baerbock kritisieren, dass sich Deutschland in den vergangenen 30 Jahren von Russland abhängig gemacht hat.

Annalena Baerbock sagte in der Eröffnungsrede: "Dieser Krieg macht auf so dramatische Art und Weise deutlich, Energie und Sicherheit sind verwoben. Klimapolitik ist die geopolitische Aufgabe unserer Zeit. Der Aufstieg der erneuerbaren Energien ist heute nicht nur Realität und absolute Notwendigkeit - er wird auch - und das ist vor allem der Blick als Außenministerin - er wird auch das internationale Machtgewicht verschieben."

Der Ausstieg aus dem russischen Gas macht die Klimapolitik und den Ausstieg aus der Kohle noch schwieriger wie der Staatssekretär für Wirtschaft und Klimaschutz erklärt.

Patrick Graichen sagt: "Was der Krieg jetzt auf den Tisch gebracht hat, ist, dass wir auch von Gas weniger abhängig werden müssen. das ist das neue Element. Wie können wir auch diesen Brückenkraftstoff so schnell wie möglich loswerden Das ist die neue Herausforderung, die zum Übergang von der Kohle zur sauberen Energie hinzukommt."

Auch Umweltaktivist:innen aus aller Welt sind beim Energiedialog in Berlin mit dabei. So Hilda Nakabuye von Fridays for Future aus Uganda. Die 24-Jährige hat sich auch dem Protest gegen den Braunkohleabbau Garzweiler II durch RWE in Lützerath in Nordrhein-Westfalen angeschlossen.

Für ihre Heimat fordert Hilda Nakabuye die Deutsche Bank dazu auf, die Finanzierung der East African Crude Oil Pipeline zu stoppen, die in Uganda und in Tansania Tausende vertrieben hat und Millionen Menschen gefährde.

Die Botschaft des Berlin Energy Transition Dialogues ist klar: Es muss gehandelt werden, schneller als je zuvor. Denn ungeachtet der Pandemie und des Krieges in der Ukraine erwärmt sich unser Planet weiter. All diese Krisen müssen gleichzeitig bewältigt werden, und das ist eine große internationale Herausforderung.