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Ungarn wählt: Kann die Opposition Orbán stürzen?

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Die seit langem tief zerstrittene Opposition tritt dieses Mal geeint mit einem gemeinsamen Spitzenkandidaten an. Kann der Außenseiter Orbán bezwingen?

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Seit mehr als einem Jahrzehnt dominieren Viktor Orbán und seine rechtskonservative Partei Fidesz Ungarns politische Landschaft mit erdrückender Übermacht. Jahrelang waren die Oppositionsparteien untereinander tief zerstritten, immer wieder scheiterte ein gemeinsames Antreten zu Wahlen. Doch dieses Mal gibt es ein Bündnis aus 6 Parteien, dass Orbán bezwingen will. Es ist eine bunte Front, die Sozialisten, Liberale und die rechtspopulistische Jobbik-Partei vereint.

Die erste Zerreißprobe dieser Koalition gab es bei den Vorwahlen zu einem gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Sie fanden im vergangenen Herbst statt. Zu den Hauptkandidaten gehörten die Linke Klára Dobrev, der Bürgermeister von Budapest, Gergely Karácsony, und der Quereinsteiger Péter Márki-Zay.

Karácsony zog sich nach der ersten Runde zurück und bat seine Anhänger, Péter Márki-Zay zu unterstützen, der in der zweiten Runde mit fast 60 % der Stimmen gewann. Wer ist dieser bekennende Katholik und Vater von sieben Kindern, der außerhalb seiner Region kaum bekannt war?

Wer ist Péter Márki-Zay?

Hat er genug Charisma, um es mit dem allmächtigen Viktor Orbán aufzunehmen? Von Anfang an kritisierte der Herausforderer die engen Beziehungen zwischen Orbán und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin:

"Teil von Putins Fanclub zu sein, macht einen nicht zu einem Konservativen. Und genau das tut Orbán: Orbán verrät Europa, Orbán verrät die NATO, Orbán verrät die USA."

Ein Gefühl, das viele Ungarn nicht teilen: Orbán hat sich vom Kreml distanziert und die meisten Maßnahmen der EU und der NATO nach Ausbruch des Krieges nur widerwillig unterstützt. Den jüngsten Umfragen zufolge kann Peter Márki-Zay die Ungarn nicht überzeugen, auch wenn die hohe Zahl unentschlossener Wähler für eine Überraschung sorgen könnte.

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